Chormusik berührt die Herzen der Zuhörer
Von Sandra Siegemung (24.12.2017)

Konzert des „Collegium Musicum Herfordiense“ in der Auferstehungskirche

Virtuos: Das Ensemble „Collegium Musicum Herfordiense“ und Kreiskantor Harald Sieger (4. v.l.) faszinierten mit adventlicher Chormusik und Orgelklängen auf hohem Niveau.Mit adventlichen Chorsätzen stimmte das achtköpfige Ensemble „Collegium Musicum Herfordiense“ die Zuhörer auf die Vorweihnachtszeit ein. Maria, die Mutter Jesu, stand thematisch im Mittelpunkt des Konzertprogramms „Meine Seele erhebt den Herrn“. „Jeder Adventssonntag hat seine eigene Thematik. Wenn man überlegt, was für ein Skandal Marias plötzliche Schwangerschaft war, hat sie sehr gelassen reagiert und erst mal ein Lied gesungen“, sagte Harald Sieger, Kantor an der Auferstehungskirche, in seiner Begrüßung. Kurzfristig war er außerdem als Organist eingesprungen.

Fasziniert lauschten die Zuhörer den Stimmen der acht Sängerinnen und Sänger, die ausdrucksvoll erklingen ließen, wie Komponisten verschiedener Jahrhunderte ihre individuellen Empfindungen über die Figur Marias musikalisch umgesetzt hatten. Svetlana Morkel und Katja Panina im Sopran, Liga Auguste und Jozsef Opciz im Alt, Dietrich Johannes und David Ludewig im Tenor sowie Valeru Bukreev und Franz Spenn im Bass begeisterten ihr Publikum mit ihren wandlungsfähigen, ausdrucksstarken Stimmen. Die acht Musiker von „Collegium Musicum Herfordiense“ haben sich während ihrer Studienzeit an der Kirchenmusikhochschule in Herford kennengelernt und den Kammerchor gegründet.

Virtuos brachten sie das von Heinrich Schütz vertonte „Deutsche Magnificat“, den Lobgesang Marias, zu Gehör und beeindruckten mit ihren Interpretationen von Benjamin Brittens „A hymn to the virgin“ und „Gabriels message“ von David Willcocks. Auch mit Marienliedern und Weihnachtschorälen wie „Und unser Lieben Frauen Traum“ und „Maria durch ein Dornwald ging“ erreichten sie die Herzen ihrer Zuhörer. Harald Sieger begeisterte mit dem ersten Satz von Josef Gabriel Rheinbergers Orgelsonate VI und „Maria, Mutter des Herrn“ des romantischen Komponisten Eugen Schmitt. Mit dem „Ave Maria“ ließen die acht Choristen den stimmungsvollen Konzertabend ausklingen und freuten sich über den begeisterten Applaus der Zuhörer.