Ein Abschied mit Zukunft
Von Margaret Weirich (27.03.2017)

Vikarin Annika Wilinski verabschiedet

170319-abschied-anika-willinski-bild1.jpgViele Menschen der Altstadtgemeinde Bad Oeynhausen und aus der eigenen Familie nahmen von Annika Wilinski mit einem Gottesdienst Abschied. Seit Oktober 2014 war die junge Theologin als Vikarin in der Ausbildung Pfarrer Lars Kunkel zugeteilt. In dieser Zeit durfte sie die vielfältige praktische Gemeindearbeit kennenlernen und aktiv mitgestalten. Nach erfolgreich bestandenem zweitem theologischem Examen ist sie nun richtige Pfarrerin.

Lars Kunkel, Gemeindepfarrer und Ausbilder von Annika Wilinski, betonte die fruchtbare Mitarbeit seiner Vikarin: „Du hast einen anderen, jüngeren Blickwinkel auf Kirche und Glauben mitgebracht. Du hast viel hinterfragt. Das fand ich immer sehr wertvoll“. Außerdem habe die scheidende Vikarin eine Art, von Gott zu reden, die die Leute verstehen würden. Kunkel erwähnte Projekte, die Annika Wilinski in ihrer Lehrzeit durchgeführt hatte. In enger Kooperation mit der benachbarten „Klinik am Korso“ habe sie zum Beispiel Patientinnen eingeladen. Im geschützten Raum des Cafés im Foyer konnten die Teilnehmerinnen während eines gedanklichen Austausches ein freies Motiv töpfern. In einem Gottesdienst präsentierte die Theologin dann der Gemeinde Eindrücke und Erkenntnisse aus dem Projekt mit dem Titel „Lebensformen“.

170319-abschied-anika-wilinski-bild2.jpgWilinski und ihr Mann, der auch Pfarrer ist, brechen nun nach Buenos Aires, Argentinien auf. Dort treten sie für ein Jahr ein Sondervikariat der Landeskirche an. In ihrer Predigt sprach die junge Pfarrerin von ihrem bevorstehenden Umzug, von der Schwierigkeit loszulassen und vom Gottvertrauen. Gottvertrauen könne in menschlichen Beziehungen erkennbar sein. Man könne zwar das Leben planen und sich absichern, aber: „Wahre Begegnungen brauchen das hier und jetzt.“ Begegnungen mit Gott seien allerdings nicht vorhersehbar. Bei einem Empfang im Anschluss konnten alle Gottesdienstbesucher ein persönliches Wort mit Annika Wilinski wechseln und ihr Gottes Segen für ihren weiteren Berufs- und Lebensweg wünschen.

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