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Erfahrungen in der Nähe des Todes
Von Anja Brandt (09.11.2009)

thomasmesse__27_2.jpgIn der Altstadtkirche wurde am Sonntag die vierte Thomas-Messe unter dem Leitsatz: „Tot aus und vorbei!" gefeiert. Ein emotionaler, lebendiger Gottesdienst der Raum bot sich selbst zu finden und seine religiösen Gefühle zuzulassen.
„Ich sah einen langen Tunnel, an dessen Ende ein helles Licht erschien.“ Menschen, die klinisch tot waren, berichten häufig von so genannten Nahtod-Erfahrungen. So auch Michael Seeger. Vor 35 Jahren verunglückte er bei Tauchübungen in einem Baggersee. Es stand nicht gut um den damals 21-jährigen, bewusstlos, ohne Herzschlag konnte er im letzten Moment gerettet werden. Anschaulich schilderte er gestern den rund 60 Besuchern der Thomasmesse sein Erlebnis und das, was es in seinem Leben bewirkt hat. „Es könnte der Blick in eine andere Welt gewesen sein. Den Beweis bleibe ich schuldig, aber geändert hat sich bei mir viel“, erklärt er ruhig und ergänzt: „Ich versuche intensiver zu leben, gelassener durchs Leben zu gehen und ich habe keine Angst mehr vor dem Tod.“

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Miete für ein Hinweinsschild
Von NICOLE SIELERMANN (Mit freundlicher Genehmigung der NW) (29.10.2009)
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Ganz doof finden die Entscheidung die "Altstadtspatzen": Kevin (v. r.), Caspar, Niklas, Christopher, Mert und Ilayda fällen mit Brigitte Ußling (hinten v. l.), Viktoria Brunke, Nuray Sabur, Mia und Sandra Zein, Romy und Katharina Sieh, Svantje und Uta Friedrichsmeier, Maria und Tanja Meise sowie Eva-Paulina und Lars Kunkel.
Ein großes Hinweisschild mit dem Schriftzug "Altstadtspatzen", erkennbar aus beiden Fahrtrichtungen der Herforder Straße, sollte es werden. Als Hinweis auf den Kindergarten, der sehr versteckt liegt. Doch daraus wird nichts. Weil Stadtwerke-Chef Herbert Oepen für die Anbringung am Parkhaus einen dreistelligen Betrag im Monat haben möchte. Den hat der Kindergarten nicht übrig.

Pfarrer Lars Kunkel ist sauer. Richtig sauer. "Auf der einen Seite wird alles getan, um Kindern zu helfen, auf der anderen Seite werden den Helfenden Knüppel zwischen die Beine geworfen." Weil die Einfahrt zum Kindergarten total versteckt neben dem Parkhaus an der Herforder Straße liegt, sollte eben dort ein Schild angebracht werden.


 

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Vortrag über die Seele
Von Udo Theissmann (29.10.2009)

Ist die Seele noch zu retten?

070225_klaer.jpgDieser Frage wird Prof. Dr. Ingo Klaer (Bad Oeynhausen) am Donnerstag, 5. November 2009, im Forum Kirche, der Vortrags- und Veranstaltungsreihe der Ev. Kirchengemeinde Bad Oeynhausen-Altstadt, nachgehen. Früher gab es die Vorstellung von der Vergänglichkeit des Körpers und der Unsterblichkeit der Seele. Heute wird eher von einer Ganzheitlichkeit des Menschen ausgegangen. Was aber bedeutet das für den Glauben an die Unsterblichkeit der Seele und die Hoffnung auf die Auferstehung? Diese Fragen führen in die Mitte des christlichen Glaubens und der persönlichen Hoffnungen der Menschen. Der Vortrag wird um 19.30 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus (Bismarckstraße) beginnen.Co

 
Prachtvolle Klänge von Bach bis Swing
Von Monika Stockhausen (25.10.2009)

Blechbläserensemble „Jubilate Deo“ und Harald Sieger musizierten in der Auferstehungskirche

jubilate_deo.jpgEin breit gefächertes Programm mit geistlicher und weltlicher Musik für Blechbläser und Orgel präsentierte das Ensemble „Jubilate Deo“ zusammen mit Kantor Harald Sieger in der Auferstehungskirche. Die zwölf Mitglieder des Blechbläserensembles, das von Adreas Opp aus Melle geleitet wird, erwiesen sich auch dieses Mal als versierte und engagierte Musiker, die die verschiedenen Stilrichtungen von der Renaissance bis zur Gegenwart souverän darzubieten wissen.

Die festlichen und polyphonen Klänge eines „Laudate Dominum“ des Renaissancemeistes Giovanno Croce eröffneten das Programm, das in der ersten Hälfte Kompositionen aus der Epoche des Barock und der Romantik enthielt. Die Blechbläser adaptieren zunehmend Werke, die ursprünglich für Sänger geschrieben wurden, für ihre Instrumente. So erklangen Teile der Bach-Motette „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“ als festliches und brillant musiziertes doppelchöriges Instrumentalkonzert. Ein „Kyrie“ und ein „Osanna“ des schwedischen Romantikers Johann August Södermann erfreuten ebenso mit subtil dargestellter Dynamik wie ein prachtvolles fünfstimmiges „Andante“ des französischen Romantikers Alexandre Guilmant.

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Ist mit dem Tod alles aus?
Von Lars Kunkel (22.10.2009)

Eine lebenswichtige Frage in der nächsten Thomasmesse

ThomasmesseAm Sonntag, dem 8. November findet um 17 Uhr in der Auferstehungskirche der Altstadtkirchengemeinde in Bad Oeynhausen die nächste Thomasmesse statt. Die Thomasmesse ist ein Gottesdienst in besonderer Form, ein Angebot für Menschen, die mit Gott und der Welt und dem Leben noch nicht „fertig“ sind – die sich vielleicht in einem herkömmlichen Gottesdienst nicht so recht zuhause fühlen oder mit der Kirche allgemein nicht viel im Sinn haben, aber die inmitten ihrer Zweifel, Fragen und Probleme auf der Suche sind und dabei auch herausfinden wollen, was es mit dem Glauben auf sich hat.

Die Thomasmesse will dafür Raum geben. Sie ist in den Achtziger Jahren mit Blick auf die biblische Gestalt des „ungläubigen Thomas“ in Finnland entstanden. Seit Anfang der Neunziger Jahre wird sie auch an etlichen Orten in Deutschland gefeiert.
 

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Ein packendes biblisches Drama
Von Monika Stockhausen (29.09.2009)

Intensive Aufführung von Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium „Elias“

090928_elias-2_web.jpgDas Gedenken an den Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy hätte man im Jahr der 200. Wiederkehr seines Geburtstags wohl kaum besser begehen können als mit der Aufführung seines Oratoriums „Elias“. Die Kantorei an der Auferstehungskirche bot zusammen mit der Kantorei der Liebfrauenkirche Frankenberg (Einstudierung: Alexander Meyer), dem Orchester „opus 7“ aus Lübbecke und vier jungen Solisten eine in jedem Augenblick fesselnde Aufführung.

Der ungeheuren Dramatik des Werkes ebenso wie den Momenten lyrischen Innehaltens blieb diese Interpretation unter Leitung von Kantor Harald Sieger nichts schuldig. Die Sängerinnen und Sänger der beiden Kantoreien haben bei der Darstellung des Geschehens um eine der faszinierendsten Gestalten der Bibel entscheidenden Anteil. Das umfangreiche Werk mit einer Gestaltungsbreite von dramatischen Forte-Passagen bis hin zu kammermusikalischer Transparenz forderte vom Chor oft schnelle Anpassung an wechselnde Situationen. Der stimmgewaltige Chor bewältigte seine unterschiedlichen Aufgaben, zu denen die wilden Beschwörungen und Anrufungen der Baalspriester, die Darstellung der verzweifelten, ebenso wie der fanatisierten und entfesselten Volksmenge, aber auch hymnischer Jubel und innige Anbetung gehören, mit großer Hingabe, Klangschönheit und Engagement.

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Kreisbläsertreffen in der Auferstehungskirche
Von Harald Sieger (15.09.2009)

111 Jahre Posaunenchor in der Altstadt

posaunenchor.jpgAnlässlich des Jubiläums hatten die Bläser des Posaunenchores Bad Oeynhausen-Altstadt zum Kreisbläsertreffen eingeladen. Und so wurde die Gemeinde am vergangenen Sonntag nicht von dem Geläut der Glocken, sondern vom Spiel der Turmbläser zum Gottesdienst gerufen.

Eine eigens für diesen Tag komponierte Choralpartita über das Lied „Früh morgens, da die Sonn aufgeht“ (Gesangbuch Nr. 111) wurde im Rahmen der Predigt des Festgottesdienstes zur Uraufführung gebracht. Nach einem Imbiss machten sich die Bläser auf den Weg, um auch den Bewohnern der benachbarten Altenheime und Kliniken einen musikalischen Gruß zu überbringen. Am Abschluss stand ein Konzert mit Bläserinnen und Bläsern aus allen Gemeinden unseres Kirchenkreises.

 

 
Jedes Kind soll eine warme Mahlzeit haben
Von Rainer Labie (12.09.2009)

350 Unterschriften an den Bürgermeister übergeben

„Immer mehr Eltern können das Essensgeld für ihre Kinder nicht oder nicht vollständig aufbringen“, sagt Pfarrer Lars Kunkel von der Altstadtgemeinde in Bad Oeynhausen. Denn anders als die Kindergartenbeiträge, die nach dem Einkommen der Eltern gestaffelt sind, sei das Essensgeld für alle gleich. Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, haben die Erzieherinnen und Kinder der evangelischen Kindergärten in den vergangenen zwei Wochen 350 Unterschriften gesammelt.

„Wir wollten nicht nur reden, sondern aktiv etwas tun“, erklärt Lars Kunkel. Ziel sei es, jedem Kind eine kostenlose warme Mahlzeit pro Tag zu ermöglichen. „Die Schulen dienen uns als Vorbild“, so Elfriede Felgenhauer, Fachbereichsleiterin für Kindergärten im Kirchenkreis Vlotho. Dort gäbe es einen Zuschuss zum Essensgeld.

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Gemeindebrief zum Abendmahl
Von Lars Kunkel (10.09.2009)
titelseite_g_4_2009.jpgDer neue Gemeindebrief ist da. Scherpunktthema in diesem Brief ist das „Abendmahl“. Neben einigen Hintergrundartikeln zum Thema wird auch über die gängige Abendmahlspraxis in Altstadtgemeinde berichtet. Pfarrerin Barbara Fischer hat eine Reportage zum Abendmahl in Altenheimen gesprochen. Dr. Eva Wilke berichtet informiert über die Zulassung von Kindern zum Abendmahl. 

Mit einer Auflage von 3500 Exemplaren informiert der Gemeindebrief die Gemeindeglieder und alle Gäste der Gemeinde und der Auferstehungskirche. Berichte über aktuelle Konzerte, Ausstellungen und ein umfangreicher Terminkalender spiegeln das bunte Leben in der Gemeinde.

Gemeindebrief 4/ 2009 Gemeindebrief 4/ 2009 7.27 Mb

 
Kleiner Bär ganz groß
Von Barbara Fischer (03.09.2009)

alfred_und_moritz.jpgJung und Alt fieberten am Montagnachmittag im Dietrich-Bonhoeffer-Haus mit dem kleinen Bären Alfred und seinem ältereren Freund dem Fuchs Moritz, die gemeinsam einige Abenteuer bestehen mussten. 

Mehrmals halfen sie sich gegenseitig aus der Patsche, überlisteten den Bärenfänger Knut und jagten ihn schließlich mit Hilfe der Biene in die Flucht bevor sie endlich ihre Höhle bauen und sich darin ausruhen konnten. Gemeinsam geht alles besser und ist’s schöner dachten sie zuletzt. Auch die Bewohnerinnen und Bewohner aus den Seniorenheimen, die mit dem unserem Familienzentrum kooperieren haben das so erlebt.

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Aufführung des „Elias“ am 26. September um 18.30 Uhr
Von Harald Sieger (02.09.2009)

kantorei.pngIm 200. Geburtsjahr Felix Mendelssohn Bartholdys hat sich die Kantorei an der Auferstehungskirche auf die Aufführung des „Elias“ vorbereitet. In dem bekannten Oratorium vertont Mendelssohn Bartholdy das Wirken des großen Propheten.

Einem antiken Heldendrama gleich greift der Komponist die spektakulären Stationen im Leben des Propheten auf. So wird von der großen Dürre ebenso berichtet wie von dem Brotwunder und der Wiederauferweckung des Knaben in Zarpat. Auch die Gotteserscheinung am Berg Horeb und die Himmelfahrt des Propheten sind Ereignisse, die Mendelssohn mit der ganzen Farbe und Kraft des romantischen Orchester-Apparats meisterhaft darstellt. Im Zentrum steht jedoch der dramatische Wettstreit, den die verschiedenen Religionen im antiken Israel auf brutalste Weise ausgefochten haben. Angefangen vom „Opferwettkampf“ auf dem Berg Karmel, über die Vernichtung der Baals-Priester, bis hin zu der Verfolgung des zutiefst entmutigten Propheten wird dieses Thema dramaturgisch äußerst aufwühlend dargestellt.

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Wir müssen unseren Garten bestellen
Von Lars Kunkel (02.09.2009)

Voltaires „Candide“ im  Literaturgottesdienst  bei den „Poetischen Quellen“

dscf2598.jpgGebannt lauschen die Zuhörer im Literaturzelt auf der Aqua Magica den Lesungen aus dem Roman „Candide oder der Optimismus“ von Voltaire. Die Naivität des jungen Candide, der ein westfälisches Schlösschen für das Paradies hält, bringt das Publikum für einen Moment zum Schmunzeln.

Sekunden später erzeugen die Beschreibungen der Schrecken durch Krieg und Inquisition nachdenkliche Aufmerksamkeit. Das ist der Stil Voltaires. Und während die Zuhörer noch darüber nachdenken, ob die Welt im Innersten eher gut oder schlecht ist, wird schnell klar: Wieder einmal berührt der Literaturgottesdienst der Altstadtgemeinde ein echtes Lebensthema.

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Jedem Kind eine warme Mahlzeit
Von Rainer Labie (29.08.2009)

thumb_090827_frage_kunkel.jpg„Nageln Sie nach der Wahl die Kandidaten darauf fest“, riet Radio Westfalicas Moderator Oliver Rose Jugendreferentin Ingrid Wilmsmeier und Altstadtpfarrer Lars Kunkel auf deren Frage, ob die Bewerber um das Bürgermeisteramt sich hinter die Kampagne der Evangelischen Kirche gegen Kinderarmut stellen.

Die Wicherngemeinde hatte in ihrer Veranstaltungsreihe „Aktuelle Runde“ die Bürgermeisterkandidaten für Bad Oeynhausen eingeladen. Oliver Rose leitete die Veranstaltung in dem mit fast 200 Menschen voll besetzten Gemeindehaus. An diesem Abend gab es neben den in ähnlichen Veranstaltungen diskutierten brennenden Themen Bad Oeynhausens zur Nordumgehung und zur Sanierung des Haushaltes der Stadt aus dem Publikum auch Fragen zu sozialen Problemen. Alle Bewerber bezeichneten es als großes Problem, dass fast 1.000 Kinder in Bad Oeynhausen von geringen Sozialleistungen leben müssen.

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