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Hilfe für die Erdbebenopfer in Haiti
Von Rainer Labie (22.01.2010)

Großes Benefizkonzert des Kirchenkreises Vlotho am Freitag

image.jpgViele musikalische Gruppen beteiligen sich am kommenden Freitag, dem 29.01.2010 um 20 Uhr in der Auferstehungskirche, Bad Oeynhausen Altstadt an einem großen Konzertabend, mit dem zu Spenden für die Hilfe in Haiti aufgerufen wird. Mit dabei sind die Kantoreien Bad Oeynhausen und Vlotho sowie Gospelchöre des Kirchenkreises, außerdem das Kindermusical - Projekt Eidinghausen, die Marimba - Gruppe aus Porta Westfalica Holzhausen, ein Bläserauswahlchor und die Trommelgruppe des CVJM Eidinghausen.

Nach dem verheerenden Erbeben in Haiti sind hunderttausende Menschen dringend auf Hilfe angewiesen. Das Beben der Stärke 7,0 auf der Richter-Skala - das heftigste seit 1770 - hat weite Teile der Hauptstadt Port-au-Prince zerstört. Ungezählte Gebäude sind eingestürzt. Vorsichtige Schätzungen gehen von mehreren Hundert Toten aus. Es mangelt an Krankenbetten und Medikamenten.

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Gott hat Mitleid
Von Lars Kunkel (20.01.2010)

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"Freut euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden", rät Paulus der Gemeinde in Rom. Mag sein, dass die Situation in Rom für viele Christen wirklich nicht leicht war. Doch was uns in den letzten Tagen an Nachrichten aus Haiti erreicht, übertrifft in vielem unsere Vorstellung von Leid und Schmerz. Böse Erinnerungen werden wach an den Tsunami vor 5 Jahren. Wieder sehen wir die Bilder von verzweifelten Menschen, von Verwüstung ganzer Landschaften.

Wieder hören wir davon, dass es die Ärmsten am schlimmsten getroffen hat, weil sie in Gebieten siedelten, die als besonders gefährdet galten. Die Zahlen der Opfer steigen ins Unvorstellbare. Die Welt ist erschüttert. Doch sie ist auch bereit zu helfen. Wir haben das Mitgefühl doch noch nicht verlernt, auch wenn wir durch die Medien immer wieder mit grausamen Bildern konfrontiert werden. Mitgefühl zu empfinden, ist eine der vornehmsten Empfindungen, ein Zeichen unserer Menschlichkeit.
Wie sieht es aber eigentlich mit Gottes Mitleid aus?

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Das ganze Leben ist Gottesdienst
Von Lars Kunkel (20.01.2010)

Ein Glaube ohne Opfer - Predigt zu Römer 12,1-3

kirche02.jpgSeit Anfang des Jahres zeigt die Frauenzeitschrift „Brigitte“ keine Magermodels mehr. Stattdessen werden dort Mode und Frisuren jetzt von Frauen präsentiert, die mitten im Leben stehen. Zwar wird auch bei ihnen hier und da ein wenig mit dem Computer retuschiert, doch soll es darum gehen, Frauen und Mädchen keine falschen Vorbilder mehr zu zeigen. Damit verbunden ist auch eine Kritik an dem Schlankheitswahn der Modeindustrie, der Millionen von Frauen und Mädchen einredet, dass ihr ganz normaler Körper immer noch zu dick ist.

Durch solche falschen Vorbilder wird der Körper fast zu Tode gehungert, der Leib geopfert auf dem Altar der Eitelkeiten und der Sehnsucht nach Anerkennung. Die Rituale auf den Laufstegen, die Verehrung von Spitzenmodels, der Verkündigungsanspruch der Modepäpste und die Fangemeinde tragen Züge einer barbarischen Religion. Die Modeindustrie ist nur ein Beispiel einer Welt, die trotz aller Aufgeklärtheit ihre Opfer verlangt. Es gibt viele andere: Um die Leistungsfähigkeit in Beruf oder Ausbildung zu steigern, greifen immer mehr ganz normale Durchschnittsmenschen zu Psychopharmaka. Stress und Leistungsdruck gehen an die Nieren, in die Knochen oder ans Herz.

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Im Blickkontakt zur Gemeinde
Von Anja Brandt (08.01.2010)

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Über das Bemühen um eine gute Predigt

Wertefragen stehen besonders zum Jahresende hoch im Kurs. Je unruhiger und unbeständiger die Zeiten sind, desto mehr suchen Menschen Orte, an denen sie zur Ruhe kommen können, um darüber nachzudenken, was im Leben wirklich zählt. Der sonntägliche Gottesdienst mit seiner Predigt bietet all das.

"Es ist langweilig", sagen viele über die sonntäglichen Predigten. Tausendmal haben wir die ewig gleichen Floskeln gehört, und doch haben sie nichts berührt, nichts bewegt, nichts verändert. Sie hätten wenig mit dem Alltag, den gesellschaftlichen Anforderungen und Problemen zu tun. So gehen viele nur noch zu Weihnachten in die Kirche, um „in Weihnachtsstimmung“ zu kommen. Dass ein Kirchenbesuch auch an einem ganz „normalen“ Sonntag lohnt, zeigen beispielsweise Pfarrer Lars Kunkel von der Altstadtgemeinde und Pfarrer Markus Freitag von der Kirchengemeinde Lohe. Fast jeden Sonntag greifen sie Themen aus der Lebens- und Arbeitswelt der Menschen von heute auf und verorten diese in der kirchlichen Verkündigung.  Aber wie bereitet man sich darauf vor?

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Orgelmusik und Lyrik im Kerzenglanz
Von Monika Stockhausen (04.01.2010)

Festliche und meditative Töne in der Auferstehungskirche

gruppe_vor_baum.jpgEs ist schon eine seit etlichen Jahren schöne und lieb gewordene Tradition, am Sonntag nach Neujahr Orgelmusik und Texte im Schein der Kerzen des Weihnachtsbaums zu hören und sich auf diese Weise noch einmal das Geschehen rund um das Christfest zu vergegenwärtigen. Kantor Harald Sieger an der Orgel und Claudia Sieker als Erzählerin gestalteten ein wunderschönes und vielseitiges Programm, dem viele Zuhörer in der Evangelischen Auferstehungskirche aufmerksam lauschten.

Harald Sieger präsentierte Orgelmusik vom Barock bis zur Gegenwart: Neben vier Choralbearbeitungen von Johann Sebastian Bach zum Weihnachtsfest mit der hohen Schule der kanonischen und sonstigen Variation erklang aus dieser Epoche auch ein Werk des Nürnbergers Johann Pachelbel über das Luther-Lied „Vom Himmel hoch“. Der Lobgesang der Maria erklang als „Magnificat primi toni“ von Dieterich Buxtehude. Dem prachtvollen Orgelsatz stellte Donata Sieger die gregorianische Weise des altkirchlichen Canticums voran. 

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Der Jahreswechsel
Von Administrator (31.12.2009)

clock.jpg„Nichts kann uns trennen von der Liebe Gottes!“ Diese Worte strahlen eine wunderbare und kräftige Zuversicht für das Neue Jahr aus. Wir denken zurück an die vielen schönen und bewegenden Momente in der Altstadt. Einiges können Sie hier noch einmal nachlesen.

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Der Wirt, der nicht "Nein" sagen konnte
Von Lars Kunkel (25.12.2009)

krippenbild_mit_text.jpgWeihnachtspredigt

Die Heilige Nacht erzählt uns davon, dass Gottes Sohn in diese Welt einzieht. Doch bis es soweit ist, dass er wirklich bei uns wohnen kann, sind einige Hindernisse zu überwinden. Davon erzählt eine wunderbare und wahre Geschichte, die sich vor einigen Jahren zugetragen hat.
Mit einer Gruppe von Kindern wurde ein Krippenspiel für den Heiligen Abend eingeübt. Schon die Proben waren zauberhaft. Die Engel waren in schöne weiße Gewänder gehüllt und sangen glockenhell ihr „Friede sei mit Euch.“ Die Hirtenkinder spielten mit kindlichem Ernst die bärbeißigen Gesellen draußen auf dem Felde. Maria und Joseph waren stolz auf ihre Hauptrolle und füllten sie mit frohem Herzen aus. Es wäre sicher ein ganz normales Krippenspiel geworden, wenn der Junge, der den ersten Wirt spielen sollte, nicht  ausgerechnet am Heiligen Abend vom Heiligen Geist ergriffen worden wäre.
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Minigottesdienst an Heiligabend
Von Barbara Fischer (20.12.2009)

krippenspielprobe.jpgMit viel Spaß wird für den Heiligabendgottesdienst für Kinder von 0-6 J. im Dietrich-Bonhoeffer-Haus geprobt. "Herzen werden weit"  heißt das Krippenspiel bei dem ein grimmiger Wirt und ein schlecht gelaunter Hirte etwas ganz Besonderes erleben.

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Von Ehre und Würde des Menschen
Von Monika Stockhausen (06.12.2009)

Literaturgottesdienst zu „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ in der Auferstehungskirche

gruppe.jpgMit der Erzählung „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“  von Heinrich Böll stand ein bereits klassisch gewordenes Werk des 20. Jahrhunderts im Zentrum des 12. Literaturgottesdienstes in der Auferstehungskirche. In einer sehr dichten und spannenden Darstellung durch das Gottesdienst-Team erfuhr die Dichtung des Kölner Literaturnobelpreisträgers eine Deutung, die sie aus der Bezogenheit auf die 70er Jahre löste und zu einer universal gültigen literarischen Stellungnahme für den Schutz der Würde des Menschen machte.
In Bölls Erzählung geht es um die redaktionellen Praktiken eines Massenblatts, das skrupellos Informationen über Katharina Blum, eine  zu Unrecht als Mitglied einer linksradikalen Terroristengruppe verdächtigte 27-jährige Hausangestellte, zusammenträgt und veröffentlicht, dabei nicht vor Verdrehungen und hetzerischer Meinungsmache zurückschreckt und auf diese Weise die bürgerliche Existenz des Opfers zerstört. Die Erzählung handelt auch von Polizeibeamten und Staatsanwälten, die das Privatleben einer wehrlosen Verdächtigen respekt- und rücksichtslos durchleuchten. Auf die entwürdigende Behandlung und das übermächtige System reagiert das Opfer anfangs mit Fassungslosigkeit, am Ende mit verzweifelter Gegengewalt.

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Weltklasse Musiker in der Altstadtkirche
Von Anja Brandt (01.12.2009)

Eine frische Perspektive auf das Kantatenwerk Bachs

091130_wdrbig_03.jpgMit einem fulminanten Bläsersatz und der vielstimmigen Aufforderung »Jauchzet, frohlocket« ließ Bach sein »Weihnachtsoratorium« im Jahre 1734 beginnen. Am Sonntag sorgten die King’s Singers in der Altstadtkirche für festlichen Glanz in den Chorpartien, eingebettet in das klangvolle Instrumentarium der WDR Big Band unter der Leitung des renommierten Jazzarrangeurs Bill Dobbins.

Extra aus Berlin war Dr. Anne Bretschneider-Meyer angereist, um das wohl erfolgreichste Vokalensemble unserer Zeit live zu erleben. Ihre Freundin Renate Petersen hatte sich frühzeitig um Karten gekümmert, denn das Konzert - organisiert von Kirche und Kultur im Kirchenkreis Vlotho (KUK!) - war schon nach wenigen Tagen ausverkauft „Das Konzert ist etwas ganz Besonderes für Bad Oeynhausen, etwas wirklich Einmaliges“ meinten die beiden und genossen 90 Minuten lang das meisterhafte Wechselspiel von feinsinnigen und expressiven Farbklängen.

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Es werde Licht
Von Lars Kunkel (27.11.2009)

Banner wirbt für Bauprojekt

pb270115_m.jpgMit staunendem Applaus bedachten Passanten und Gäste die neue Installation im Eingangsbereich der Auferstehungskirche. Auf einer Fläche von 5 mal 7 Metern weist ein Banner vor der Kirchentür auf das geplante Bauprojekt hin. Gestaltet wurde der riesige Werbeträge von der Agentur für Kommunikationsdesign Leidecker und Schormann.

Bei strömendem Regen und immer wieder aufbrausendem Wind verlangte die Anbringung des Banners den Dachdeckern der Firma Bedachungen Wilhelm Stein einiges an Konzentration ab. Doch die Profis ließen sich vom Wetter nicht aus der Ruhe bringen. Mit gewohnter Präzision steuerten sie den Hubwagen, mit dessen Hilfe das Banner befestigt wurde. Für die fachgerechte Beleuchtung sorgte die Elektrofirma Thiesmeyer.

 

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Musik, die Brücken baut
Von Anja Brandt (23.11.2009)

Vielfältiges Programm zum 25-jährigen Jubiläum der TelefonSeelsorge

091118_stolle_wahren_1_web.jpgVom ersten Takt an zog Ulrike Wahren die rund 250 Zuhörer in der Altstadt-Kirche in ihren Bann. Temperamentvoll und facettenreich gestaltete sie das Konzert immer im lebendigen Dialog mit dem Publikum.

„Am 15.3.1968 - da war ich gerade in der Pubertät und hätte wahrscheinlich auch so ein Telefon gebraucht – hat das Telefon zum ersten Mal bei der Telefonseelsorge geklingelt. Mittlerweile hat es 250.000 Mal geklingelt und es ist jedes Mal abgenommen worden,“ so die Sängerin zu Beginn ihres Konzertes. Sie möchte diese Einrichtung bekannt machen, denn das Beispiel von Robert Enke zeige, dass Menschen in Notsituationen jemanden brauchen, der ihnen zuhört, sie annimmt und Verständnis zeigt. „Nicht immer können die Mitarbeiter der TelefonSeelsorge Lösungen anbieten, aber sie können begleiten und Nähe geben.“ Und sang das schwedische Volkslied „Tanze, weine nicht. Das Leben ist manchmal wie es ist und es ist an uns es anzunehmen.“

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Tot, aus und vorbei?
Von Lars Kunkel (12.11.2009)

Predigt zur Thomasmesse 

trauerarbeit.jpgIst mit dem Tod alles aus und vorbei? Ich glaube das nicht. Ich glaube daran, dass es ein ewiges Leben bei Gott gibt. Ich bin mir sogar ganz sicher, dass der Glaube an ein Leben nach dem Tod gute Gründe hat. Aber ich kann Ihnen keine Beweise für ein Leben nach dem Tod geben, so viele sich das auch wünschen.

Selbst eine so eindrückliche Nahtoderfahrung, von der Herr Seeger heute erzählt hat, ist kein Beweis. Es gibt viele Menschen, die ihre ganze Hoffnung auf solche Berichte setzen, weil dieser Sterbemoment mit Licht, Glück und Ruhe verbunden ist. Sollte der Tod am Ende doch schön sein?
Solche Nahtoderfahrungen können wertvoll sein. Sie gehören offensichtlich zum Menschsein dazu. Vielen haben sie die Angst vor dem Sterben genommen. Menschen, die Nahtoderfahrungen gemacht haben, gehen oft gelassener durch das Leben und sehen dem Sterben ruhiger entgegen. Vielleicht sind Nahtoderfahrungen sogar ein Hinweis darauf, dass Gott eine Möglichkeit vorgesehen hat, das Sterben leichter zu machen.

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