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Dialog der Instrumente Drucken
Von Margret Weirich (15.05.2015)

Giora Feidman und „Gitanes Blondes" begeistern mit „Back to the Roots"

Sie konnten vollauf überzeugen: Geora Feidman mit seiner Klarinette und die Gruppe Gitanes Blondes.Das Publikum lauschte gebannt den dunklen, gedämpften, ja fast gespenstischen Tönen, die am Samstagabend durch die Auferstehungskirche hallten. Giora Feidman, der Meister der Klarinette, betrat den im stimmungsvollen Blau angeleuchteten Innenraum der Kirche und sorgte damit für einen ruhigen, jedoch mit Spannung geladenen Konzertauftakt. Im Altarraum warteten bereits die Musiker der vierköpfigen Gruppe „Gitanes Blondes".

Feidman blieb stehen und verlangte „nur einen Ton" vom Publikum, ein „A". Gegen diese konstante Klangkulisse explodierten die Töne seiner Klarinette in die für die jüdische Volksmusiktradition Klezmer typische schnelle, lachende und wirbelnde Sprache. Und so eröffnete Feidman mit seinem grandiosen Klarinettenspiel einen emotionalen musikalischen Dialog zwischen den verschiedenen Instrumenten, zwischen diversen musikalischen Traditionen und letztlich zwischen Kulturen.

Geora Feidman begleitet von Christoph Peters an der Gitarre.Feidman und Gitanes Blondes hatten sich und dem Publikum sehr viel durch ihre Musik „zu erzählen". Die Violine, die brillant von Mario Korunic gespielt wurde, antwortete auf das Klarinettenspiel Feidmans streckenweise mit fast dissonanten Tönen, um sich dann später mit sanfteren, lieblicheren Tönen zurückzunehmen. Die Musiker glitten mühelos von Klezmer ins amerikanisch Spiritual und zurück. Konstantin Ischenkos Akkordeon unterbrach einige Male bewusst den musikalischen Fluss, um das Gespräch gekonnt an sich zu reißen. Schon bald jedoch fügte sich das kraftvolle Akkordeon-Solo wieder in das harmonische Ganze ein. Oft hat besonders Feidman diesen einzigartigen musikalischen Dialog mit einer entsprechenden Körpersprache und Handgestik begleitet – als ob er vertieft im Gespräch gewesen wäre.

Eindrucksvoll war die spontane Zugabe vor der Pause. Feidman setzte kurzerhand die Regel des Konzertablaufs außer Kraft, um die vereinigende Macht der Musik zu vermitteln. Kopfschüttelnd sagte er: „Was in der Welt los ist, tut weh. Krieg und Morden ... Es tut weh. Wir wurden geboren, um eine Familie zu sein. In einer Kirche in Deutschland singen wir zusammen ... Warum kann das nicht überall so sein." Langsam und nachdenklich spielten die Musiker „What a Wonderful World" von Louis Armstrong, um eine Vision des Friedens greif- und hörbar zu machen. Nahtlos wechselten sie dann zum israelischen Volkslied „Schalom Chaverim". Das Publikum unterstützte diese bewegende Botschaft mit ihrem Gesang und verabschiedete die Musiker mit aufrichtigem Applaus in die Pause.

Die wellenartige Bewegung der Musik zwischen den Instrumenten-Solos und dem Zusammenspiel, zwischen Konkurrenz und Harmonie, zwischen Klezmer und verschiedenen Volksliedern, hat den besonderen musikalischen Reiz des ausgezeichneten Konzertabends ausgemacht. Mit seinem Plädoyer für Frieden und seine warme, begeisternde Art hat Giora Feidmann das Publikum wahrhaftig verzaubert.
 

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