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„Gott kann Jazz“ Drucken
Von Anja Brandt (03.11.2014)

Die "Martin-Luther-Suite" mit der NDR-Bigband und Dr. Vicco von Bülow 

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1508 kommt der Mönch Martin Luther nach Wittenberg. 1517 veröffentlicht er seine berühmten 95 Thesen. Die Reformation beginnt und legt einen Grundstein der europäischen Musikkultur – vom Gemeindegesang bis zur Hausmusik. Am Donnerstagabend zeigten die geniale NDR-Bigband unter Leitung von Stefan Pfeifer-Galilea und Landeskirchenrat Dr. Vicco von Bülow, wie lebendig diese reiche Tradition auch heute noch ist.

Musik aus Luthers Zeiten übersetzt in eine groß angelegte Jazz-Suite, komponiert und arrangiert von Lucas M. Schmid, das traf den Geschmack der Zuhörer am Vorabend zur Reformation vollends. Verbunden waren die erstklassigen musikalischen Bearbeitungen mit tiefgründigen theologischen Gedankenanstößen vom Jazzkenner Dr. Vicco von Bülow. Er vermittelte den interessierten Hörern neue Perspektiven über den Geist der Reformation.

141030_vicco_buelow.jpgMit Pauken und Trompeten eröffnete die NDR-Bigband das Hauptprogramm. „Als Martin Luther auf dem Weg nach Stotternheim war, brach ein heftiges Gewitter los. In Todesangst rief er die Heilige Anna um Hilfe an und gelobte Mönch zu werden", erklärte Dr. Vicco von Bülow die musikalischen Blitzeinschlägen der Jazzmusiker, die zunächst recht ungewöhnlich wirkten. Doch schnell wurde klar, welch treibende Kräfte in dieser Musik die Emotionen sind und wie vorzüglich Schmid die Texte Luthers in seine Arrangements zu transportieren wusste. „Er überträgt den raumfüllenden Orgelklang auf die Bigband", erläuterte von Bülow. Und so wurden die begeisterten Zuhörer Teilhaber eines genialen experimentellen Umgangs mit neuen innovativen Klangbildern und einem mitreißenden Wechselspiel von abstrakt freitonalen Soli und rhythmisch aufgeweckten, voll orchestrierten Passagen. Virtuos schlugen die 17 Musiker einen Spannungsbogen von sanften Tönen, wie bei dem Stück „Katharina Bora", in dem es um die Heirat der Nonne mit Luther geht, bis zu expressiven, hastigen Saxophonklängen beim „Patrem". Immer brillierte die NDR-Bigband mit fein austarierter Tonerzeugung und auch die härter gesetzten Töne, behielten ihre ausgewogene Gestalt. „Vom Himmel hoch" oder „Nun kommt der Heiden Heiland", sowie „Nun bitten wir den Heiligen Geist" erschienen im neuen Gewand, angereichert mit Latin-Feelings, Salsa- und Tangoelementen. Im steten Wechsel von hellen und dunklen Jazzklängen wurden die musikalisch „reformierten" Botschaften verkündet. Ein Kaleidoskop flirrender Form- und Farbmuster entstand vor dem inneren Auge der Hörer. Aufgefächert und angereichert mit tiefgründigen Hörhilfen von Landeskirchenrat Bülow bewirkten die reizvollen Verklanglichungen mehrfache Aha-Erlebnisse. „Gott kann Jazz", befand von Bülow schmunzelnd am Ende des ungewöhnlichen Abends, der mit viel Applaus bedacht wurde. Dass die Vitalität der Musik und die Intellektualität der Texte eine gelungene Einstimmung auf den Reformationstag waren, fand auch Inge Vietzke aus Bad Oeynhausen und Walter Lindner schwärmte: „Das sind ganz große Musiker, Könner auf ihrem Gebiet". Luther wäre mit diesem Abend sicher zufrieden gewesen, denn für den Mann aus Wittenberg war Musik ein emotionales Werkzeug der Verkündigung mit besonderer Breitenwirkung.
 

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