logo_06-05x_web_640px
 
KontaktLoginImpressumDatenschutzerklärung
  Home arrow Kirchenmusik arrow Musikalisch vom Saulus bis zum Paulus:
         
Home
Unsere Gemeinde
Auferstehungskirche
Gottesdienst
Café im Foyer
Familienzentrum
Kirchenmusik
Service

Altstadtgemeinde twittert title=

facebook_button.jpg

youtube-small-square-3220586.png 

 

 

 

Musikalisch vom Saulus bis zum Paulus: Drucken
Von Anja Brandt (23.05.2014)

Die Altstadtkantorei glänzte mit dem Paulus Oratorium in der Auferstehungskirche

140519_paulusoratorium_1_web.jpgEine packende Geschichte, wunderschöne Musik: das ist Mendelssohns „Paulus". Am Sonntag versammelten sich die Altstadtkantorei und das Sinfonieorchester „opus 7" unter der Leitung von Kreiskantor Harald Sieger in der gutbesuchten Auferstehungskirche zu einer Aufführung voller Inbrunst, Leidenschaft und Frömmigkeit.

Das Oratorium, in zwei Teile gegliedert, beschreibt den Werdegang des Paulus: der zunächst die Christen verfolgt, dann aber vor Damaskus durch eine Vision selber zum Christ wird und fortan unter vielen Gefahren als Missionar arbeitet. Felix Mendelssohn Bartholdy, der „Mozart des 19. Jahrhunderts" schrieb dazu eine ausgesprochen plastische Musik, zupackend und anrührend zugleich – die leicht ins Ohr ging und die vielen Zuhörer in der Auferstehungskirche begeisterte. Von den 45 Nummern des Oratoriums bestritt die Altstadtkantorei fast Eindrittel. Eine enorme Herausforderung an die rund 100 Sängerinnen und Sänger, die hervorragend durch die Solisten: Cornelie Isenbürger (Sopran), Alana Brandt (Alt), Wolfram Wittekind (Tenor) und Sebastian Klein (Bass) unterstützt wurden. Zur Seite stand ihnen das exzellente Sinfonieorchester „opus 7", ein professionelles Orchester von Musikerin aus dem norddeutschen Raum.

Die erste Hälfte des Opus umfasst die Präambel, die Geschichte des Stephanus und die Bekehrung des Apostels, der vom Saulus zum Paulus wird. Die Eingangspassagen zeigten bereits eindrücklich das Können des Orchesters, das melodiös und erhaben den Anruf Gottes umsetzte. Auch die Altstadtkantorei, die in einem klangvollen Chorstück und einem ruhigeren Choral das Einleitungsthema fortführte, beeindruckte das Publikum schon in der Eingangsszene. Die Steinigung des Stephanus, der Saulus beiwohnt, und seine Bekehrung und Taufe waren die Themen der folgenden Szenen. Im Wechsel mit der Kantorei rezitierten die hochkarätigen Solisten Cornelie Isenbürger (Sopran), Wolfram Wittekind (Tenor) und Sebastian Klein (Bass), einzelne Passagen mit tiefgreifender Emotionalität. Auch die junge Alana Brandt, die das Orgelspiel bei Harald Sieger erlernt hat und einige Jahre unter seiner Leitung an der Kantorei sang, berührte mit ihrem zarten Alt und nahm auch die schwierigen Passagen mit Bravour.

Je nach biblischer Vorsehung verwandelten sich Kantorei und Orchester vom gläubigen Volk zur aufrührerischen Masse, dessen Tumult „Weg mit dem" mit wutentbrannten Eifer artikuliert und die unheilvolle Aggression bis zum Aufschrei „er soll sterben" in eisiger Dichte hörbar wurde. Kreiskantor Harald Sieger schleuste die Musiker sorgsam, doch mit Verve durch Mendelsohns prächtige Bibelerzählung. Immer brachte er den Altstadtchor in den dramatischen Passagen zum Leuchten, doch selbst wenn sich der Volkszorn überschlug „Steinigt ihn", schäumte der Klang nie über. „Die Musik ist so beeindruckend, dieser Wechsel von der Dramatik bis zur Leichtigkeit setzt der Chor phantastisch um", schwärmte die Konzertbesucherin Stefanie Haesner in der Pause.

Der zweite, weniger dramatische Teil des Oratoriums erzählte von den Missionsreisen des Paulus und seines Gefährten Barnabas. Ausdrucksstark setzten die Musiker und Sänger die Heilung des Lahmen zu Lystra um. Im Zentrum stand jedoch das Bekenntnis von den beiden „Aber unser Gott ist im Himmel", das in Form einer kunstvollen vierstimmigen Fuge vom Chor aufgenommen und mit dem lutherischen Lied zum Glaubensbekenntnis „Wir glauben all an einen Gott" kombiniert wurde. Die Schlussszene bildeten schließlich der Abschied des Paulus von der Gemeinde in Ephesus sowie sein Märtyrertod in Rom. Das letzte Stück, ein feierlicher Lobgesang, schlug dabei gekonnt den Bogen zum Beginn des Konzertes.

Unter Harald Siegers präzisem Dirigat wurde „Paulus" zu einer gelungenen Aufführung, die mit Perfektion und Emotion überzeugte. Nach dem eindrucksvollen Schlussakkord „Lobe den Herrn, meine Seele und was in mir ist, seinen heiligen Namen" zeigten die Zuhörer mit stehenden Ovationen, wie sehr sie von der Musik ergriffen waren.
 

Für Sie ausgewählt

 

 

Tipps
mehr Tipps
Freundeskreis Kirchenmusik
thumb_1-vereinslogo_freundeskreis.jpg
imagebild_wochenlied.jpg
Newsfeed
#c8f4f7 #F1F4F7  
© 2018 Kirchengemeinde Bad Oeynhausen-Altstadt
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.