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Zufall oder Fügung? – Ein Plädoyer für ein bewusstes Leben Drucken
Von Anja Brandt (14.06.2010)

Literaturgottesdienst in der Auferstehungskirche gibt Denkanstöße über den Sinn des Lebens

literaturgottesdienst-1m.jpgIst das Leben Zufall oder Fügung? Dieser umfassenden Frage ging der 14. Literaturgottesdienst der Altstadtgemeinde nach. Neun ehrenamtliche Mitarbeiter um Pfarrer Lars Kunkel luden zu einem intensiven Gedankenaustausch über die Frage nach dem Sinn im Leben, nach dem Grund im Auf und Ab des so oft von Beschwerlichkeiten bestimmten Schicksalswegs.

„Ein eindrucksvolleres Geburtstagsgeschenk hätte man mir nicht machen können“, sagte Kurt Bieck. Das „Geburtstagskind“ war zum ersten Mal beim Literaturgottesdienst dabei. In der Klinik am Rosengarten hatte er die Ankündigung gesehen und sich auf den Weg in die Altstadtkirche gemacht – Zufall oder Fügung?
Das Lebensbuch „Die Brücke von San Luis Rey“ von Thornton Wilder stand im Zentrum des gut besuchten Literaturgottesdienstes der Altstadtgemeinde am Samstag. „Viel haben wir bei der Vorbereitung zu diesem Gottesdienst über diese Frage nachgedacht, sie diskutiert und unterschiedlich beantwortet“, sagte Pfarrer Lars Kunkel zu Beginn. Im Wechsel las das Literaturgottesdienstteam Passagen aus dem Buch vor. Begleitet wurde die Lesung vom „Hanika-Gitarren-Duo“. Klaus Walder, Musiklehrer an der städtischen Musikschule Bad Oeynhausen und sein Schüler Thomas Gassen präsentierten leise und beschwingte Lieder aus dem spanischen und südamerikanischen Raum, harmonisch abgestimmt auf die Inhalte der Texte.

Thornton Wilders Roman spielt 1714 in Peru und basiert auf wahren Tatsachen. Die alte Hängebrücke von San Luis Rey ist in den Abgrund gestürzt und hat dabei fünf Menschen in den Tod gerissen. Juniper, ein Franziskanermönch, ist Augenzeuge des Unglücks. Er versucht, einen Sinn in dem Ganzen zu finden: Haben diese fünf Menschen, die sehr unterschiedlich gelebt haben, vielleicht alle Schuld auf sich geladen? Er versucht den Tod dieser fünf als Konsequenz des gerechten Waltens Gottes zu beweisen, getragen von der Hypothese, das Reißen der Brücke als reine Fügung Gottes zu verstehen. Ein jahrelanges Forschen beginnt, um „die Tatsache zu beweisen, dass jedes der fünf geendeten Leben ein abgeschlossenes Ganzes gewesen war“. Juniper sucht, grübelt, forscht und fängt an zu zweifeln - schließlich wird er selbst zum indirekten Opfer der Brücke. Denn die Inquisition, duldet es nicht, dass ein Mönch Gottes Absichten hinterfragt und so landet er mit seinen Forschungsergebnissen auf dem Scheiterhaufen.

Gedanken über Gottes Liebe
„Seit Urzeiten denken die Menschen daran, wie die Zukunft aussieht, ob das ganze Leben einen inneren Zusammenhang hat. Gibt es eine Fügung, eine höhere Macht, die unser Leben bestimmt? Führt Gott unsere Zukunft unabhängig davon wie wir uns verhalten?“, fragte Pfarrer Lars Kunkel in seiner Predigt. Eine eindeutige Antwort konnte und wollte er nicht geben. Die Frage sei so vielfältig wie die Antworten. Sie schwingen zwischen den Polen eines leeren, sinnlosen Gemenges von Zufällen und dem Vertrauen in einen göttlichen Plan, der alles bestimmt und zum Guten wendet, und damit auch den Leiden einen Ort, ein Gegenüber, zu geben vermag. „Wir können Gottes Liebe nicht ergründen, aber wir können unser Leben bewusst leiten. Jedes noch so zerschlagene Leben findet bei Gott Gehör. Er ist bei uns, und kann aus den Ereignissen unseres Lebens etwas Gutes machen“, ist Pfarrer Kunkel überzeugt. Leben ist nie sinnlos, so lautet auch Wilders Botschaft, auch wenn es mitunter diesen Anschein haben mag. Ziel des Menschen sollte es sein, seinen persönlichen und für sich gültigen Sinn des Lebens zu finden.

„Da ist ein Land der Lebenden und ein Land der Toten, und die Brücke zwischen ihnen ist die Liebe - das einzige Bleibende, der einzige Sinn.“ So lautet der letzte Satz in „Die Brücke von San Luis Rey“ von Thornton Wilder. Diese Liebe ist die ursprüngliche Verbindung zwischen verschiedenen Welten und sie ist das, was immer bleiben wird.

Ein ganz besonderer Gottesdienst
Zweimal im Jahr werden in der Auferstehungskirche und einmal jährlich im Rahmen des Internationalen Literaturfest „Poetische Quellen“ auf der Aqua Magica Literaturgottesdienste gefeiert. Diese werden von einem 9-köpfigen engagierten Team von Literaturfreunden um Pfarrer Lars Kunkel vorbereitet. Ausgewählt werden Bücher mit Tiefgang, die Fragestellungen des Lebens aufwerfen und zum Nachdenken anregen. Lesungen, Betrachtungen und Auslegungen über die jeweilige Literatur wechseln sich mit ungewöhnlichen musikalischen Kontrapunkten ab. Der nächste Literaturgottesdienst findet am 29. August, 10.00 Uhr auf der Aqua Magica statt.

Die Predigt zu diesem Literaturgottesdienst


 

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