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Predigt: Auf gutem Wege - Konfirmation 2010 Drucken
Von Lars Kunkel (18.04.2010)

Zur Konfirmation 2010

lebenskreis.jpgWart ihr schon einmal in einem Irrgarten? Sicher wisst ihr, was ich meine. Als Kinder habt ihr vielleicht auch manchmal versucht, in einer Zeitung mit einem Stift in einem gezeichneten Irrgarten den Ausweg zu finden. Irrgärten gibt es im Maisfeld, ein ganz unheimliches bei Harry Potter oder auch in Potts Park mit Spiegeln. Alle Irrgärten funktionieren immer gleich: Man geht lange Zeit um Ecken und Kurven und kommt dann in eine Sackgasse oder zum Ausgangspunkt zurück. Die Wege in einem Irrgarten führen entweder im Kreis oder ins Nichts.

Manchen Menschen kommt es vor, als ob das Leben ein Irrgarten ist. Wir alle möchten auch im Leben an ein Ziel kommen. Wir sind auf der Suche nach einem Partner, nach der Liebe, nach Freundschaft oder Erfolg in Beruf oder Schule oder sogar nach einem Sinn im Leben. Aber manche Menschen sagen: Ich laufe und strenge mich an und dann komme ich doch nicht an. Oder ich muss immer wieder von vorne anfangen. Das kann ärgerlich sein und anstrengend, das kann aber auch Angst machen. Viele Menschen fragen auch, „wie finde ich überhaupt meinen Weg im Leben

?"

Es gibt so viele Angebote und Möglichkeiten, so viele Leute, die mir etwas einreden wollen, dass ich manchmal mein Ziel ganz aus dem Auge verliere. Manche Menschen haben sogar Angst, auf dem Weg verloren zu gehen.

Neu ist diese Sorge nicht. Auch zur Zeit Jesu haben sich viele Menschen gefragt, wohin ihr Leben führen soll. Manche klagten über zu viele Angebote. Andere waren arm oder ausgestoßen und hatten das Gefühl, auf der Strecke liegen zu bleiben.

Darum erzählt Jesus ihnen das Bild vom guten Hirten. Jesus sagt: „Ich bin der gute Hirte und ich kenne Euch, und ich bin bereit, alles für Euch zu tun. Vertraut nicht den Leuten, die nur an sich selbst denken. Sie tun so, als ob sie es gut mich euch meinen, in Wirklichkeit laufen sie gleich weg, wenn es ernst wird. Oder sie sind sogar wie die Wölfe im Schafspelz, die ganz harmlos tun und es in Wirklichkeit auf Euch abgesehen haben." Solche Leute gibt es heute auch noch: Das können falsche Freunde sein oder Menschen, auf die man sich nicht verlassen kann. Menschen, die uns einreden wollen, dass wir ganz alleine um unser Glück kämpfen müssen. Oder solche, die dir dauernd sagen, dass du es ohnehin im Leben zu nichts bringst, weil du zu klein, zu dumm oder irgendwie anders bist.

Es gibt auch schlechte Hirten, die es richtig übel mit uns meinen. Die auf Schulhöfen CDs verteilen mit Hassliedern gegen Ausländer und das ganze natürlich watteweich verpackt. Schlechte Hirten können auch Leute sein, die uns ausbeuten und ausnutzen, zu Bösem verführen oder vom Weg abbringen wollen. Böse Menschen machen das Leben zu einem Irrgarten.

Jesus sagt deshalb: „Ich bin der gute Hirte. Ich gehe mit Euch, ich liebe Euch, ich vertraue Euch und Ihr könnt mir vertrauen.  Ich will Gutes für Euch."  Damit die Menschen seine Botschaft verstanden, hat er nicht nur geredet. Er hat vielen Menschen geholfen, um zu zeigen, dass Gott da ist. Er hat Menschen angenommen, die sich selbst nicht mehr im Spiegel ansehen konnten. Er war sogar breit, zu leiden und sterben, damit wir wissen, dass Gott bei uns ist, wenn wir das Schlimmste erleben müssen. So sollte ein guter Hirte sein.

Auf dem Kreuz, dass Sie alle, liebe Gemeinde, auf Ihren Zetteln sehen, ist eine Spirale abgebildet, die unten am Fuß des Kreuzes ihren Anfang nimmt und sich dann in einer runden Bahn immer mehr auf die Mitte zubewegt.  

Ein bisschen erinnert dieses Zeichen an die Spitze eines Hirtenstabes. Diese Spirale ist aber kein Irrgarten, sonder ein Labyrinth, und das ist etwas ganz anderes. Ein Irrgarten ist angelegt, um Menschen zu verwirren, und dort verläuft man sich. Ein Labyrinth hingegen führt uns auch auf krummen Wegen, hat aber immer ein Ziel, an das man in jedem Fall gelangt. Das Labyrinth auf dem Kreuz soll ein Zeichen dafür sein, dass Gott uns nicht in die Irre schickt, sondern uns an ein Ziel führt.

Erinnert ihr euch noch an die Spirale, die wir auf der Konfirmandenfreizeit gelegt haben? In der Mitte stand der Anfang eures Lebens und dann haben wir ein Seil als Spirale darum gelegt. In der Mitte stand die Geburt und die Taufe, darum herum dann die Jahreszahlen eures Lebens. Dann haben wir auf Karten geschrieben, was wir im Leben an schlimmen und an schönen Dingen erlebt haben. Dazu ist euch viel eingefallen und so lagen eine Menge Kärtchen in der Spirale. Dann haben wir in die Mitte die Worte Jesu gelegt: „Siehe, ich bin bei Euch alle Tages Eures Lebens bis an das Ende der Welt". Erinnert ihr euch? Einigen von euch hat der Spruch gar nicht so gut gefallen, weil sie meinten, dass „bis ans Ende der Welt" einfach nicht genug sei.

Wir haben ein Teelicht an das Ereignis gelegt, von dem wir dachten, dass Gott bei uns ist und so erfahren, dass Gott mit uns geht. Das hat er uns in der Taufe versprochen. Damals sind wir von der Mitte aus gegangen nach außen.

Man kann die Spirale auf dem Kreuz aber auch so sehen, dass man unten anfängt, am Fuß des Kreuzes, und auf ein Ziel zugeht. Inzwischen liegt ja eine ganz schöne Wegstrecke hinter euch. 18 Monate haben wir gemeinsam viele Wege zurückgelegt. Zum Unterricht, in die Stadt zu Interviews über den freien Sonntag, in Altenheime, in den Kindergottesdienst und den Sonntagsgottesdienst und nachts durch den Wald. Wir haben zusammen viel erarbeitet über den Glauben, und vielleicht habt ihr euch auch manches Mal gefragt, wo und wann wir endlich ankommen. Und heute ist es soweit. Das Ziel des Konfirmandenunterrichtes ist erreicht. Heute werdet ihr konfirmiert. Ihr habt viel gelernt und viel erlebt und heute vollenden wir einen Weg, der mit der Taufe für euch begonnen hat.

Das Ziel ist erreicht, aber noch lange nicht das Ende. Denn der Weg geht weiter. Ihr schreitet weiter voran im Leben und geht jetzt eurer Wege. Und auf diesem Weg soll Euch ein Geschenk begleitet, dass wir euch heute mitgeben. Darin ist Kinderschokolade, die euch daran erinnert, dass ihr immer Kinder Gottes seid. Darin ist Brausepulver, weil der der Glaube euch erfrischen soll. Darin ist vor allem aber genau dieses Kreuz, dass Sie alle auf Ihren Liedzetteln sehen und über das wir heute gesprochen haben. Das Kreuz könnt ihr tragen oder auch in eurem Zimmer aufhängen. Es soll euch daran erinnern, dass euer Leben mit Gott kein Irrgarten ist, sondern Gott eurem Leben im Sinn und Richtung geben will und dass er euch auf allen euren Wegen wie ein guter Hirte begleiten wird. Bestimmt wird euer Leben noch manche Windung nehmen. Und vielleicht werdet ihr euch manches mal fragen, wohin der lange Weg führt. Es gibt kaum einen Menschen, dessen Leben ganz geradlinig verläuft. Keiner hat immer nur Glück, und keiner macht immer alles richtig. Wenn ihr nicht mehr wisst, wie es weitergeht, dann denkt daran, dass Jesus mit euch geht. Er ist der gute Hirte, der euch auf allen euren Wegen begleiten wird. An allen euren Tagen, bis an das Ende der Welt und sogar noch viel weiter.

Und der Friede Gottes, der höher steht, als alle unsere Vernunft, der bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus, dem guten Hirten.

AMEN.

 

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