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Nachruf auf Hans Gottfried von Stockhausen Drucken
Von Dr. Eva Wilke (20.02.2010)

stockhausen.jpgAm 12. Mai 1920 wurde Hans Gottfried von Stockhausen in Trendelburg geboren.
Schon die Kindheit war von der Lust am Zeichnen bestimmt. Er hatte das Glück, auf dem Gymnasium durch seinen Zeichenlehrer gefördert zu werden. Aber auch das kunstbegeisterte Elternhaus formte ihn. Dann der Krieg.

Ein Bleistiftstummel, eine Zeichenfeder, einige Bogen englisches Toilettenpapier und ein im italienischen Sammellager eines Nachts durch den Stacheldraht zugestecktes Neues Testament begleiteten ihn in das ägyptische Gefangenenlager, die Ausrüstung des künstlerischen Anfangs, auch Überlebenskunst.

 Er malte Porträts und betätigte sich als Bühnenbildner für das Gefangenentheater. Mit 200 Zeichnungen kam er im Februar 1947 heim. Freunde, denen er diese Zeichnungen zeigte, vermittelten ihm ein Kunststudium ( 1947 – 1952 ) an der Stuttgarter Akademie, an der auch der Glasmaler Rudolf Yelin und der Zeichner Hans Maid als Lehrer wirkten. Sie wurden die künstlerischen Lehrer, besonders Yelin, der ihn an die Glasmalerei heranführte. Bereits 1952 nahm er an mehreren Wettbewerben teil, die ihm bedeutende Aufträge einbrachten – das Chorfenster der Stadtkirche in Bad Hersfeld, die Chorfenster in der Kreuzkirche in Bonn. Bis in die 60er Jahre brachte die architekturgebundene Glasmalerei durch den Wiederaufbau der Kirchen der Glasmalerei einen enormen Aufschwung. Die Harmonie zwischen Architektur, Glasbild und Licht sind die Grundpfeiler der Kunst für Stockhausen. Seine Werke haben eine geistige Aussage, er wollte, dass sie dialogfähig sind. 1968 erfolgte die Berufung an die Stuttgarter Kunstakademie, 1969 Ernennung zum Professor. 1985 beendete  Hans Gottfried von Stockhausen seine Lehrtätigkeit an der Stuttgarter Kunstakademie, es folgten mehrere Lehrtätigkeiten in den USA und in England. Sein Lebenswerk umfasst über 500 kunstvolle, teils monumentale Kirchenfenster, sowie zahlreiche künstlerische Gasfenster in nichtkirchlichen Gebäuden. Wertvoll war ihm auch immer das kleine Glasbild, parallel zur architekturgebundenen Glasmalerei. Aber auch zahlreiche Zeichnungen, Pastelle, Holzschnitte und Bilder in anderen Techniken gehören zu seinem Lebenswerk.

Nie hatte die Altstadtgemeinde die Hoffnung aufgegeben, ihre Kirche nach dem Brand wieder aufzubauen. 1952 konnte das Presbyterium mit der Planung beginnen. Der Architekt Prof. Brandi bekam den Auftrag. Die neuen Chorfenster der wiederaufgebauten Kreuzkirche in Bonn, veranlassten das Presbyterium, vertreten durch Herrn Pfarrer Dr. Hartog den Kontakt zu Hans Gottfried von Stockhausen zu suchen und ihn zu bitten, das große Chorfenster der Auferstehungskirche zu erstellen. Er nahm den Auftrag an, obwohl das ungewöhnliche Format für ihn eine Herausforderung war. Parallel entstanden drei Chorfenster im Ulmer Münster  sowie die großen Chorfenster in der Hamburger St. Katharinenkirche. Am 3. Advent 1956 wurde die Auferstehungskirche geweiht.
Mit seiner Frau kam Hans Gottfried von Stockhausen zum 40 jährigen Jubiläum unserer Kirche. Die Gespräche mit Gemeindegliedern empfand er als schönste Bestätigung seiner Arbeit.

Am 8. Januar 2010 starb Hans Gottfried von Stockhausen.

 

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