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Über den Umgang mit der Schuld Drucken
Von Monika Stockhausen (08.06.2009)

Literaturgottesdienst zu Nathaniel Hawthornes „Der scharlachrote Buchstabe“

gruppe_gottesdienst.jpgIn eine scheinbar weit zurückliegende Welt führte der Literaturgottesdienst in der Auferstehungskirche die Zuhörer, die gebannt der Geschichte um die schöne und selbstbewusste Hester Prynne in Nathaniel Hawthornes „Der scharlachrote Buchstabe“ zuhörten.
Hawthorne erzählt darin die Geschichte der Ehebrecherin Hester Prynne, die den Vater ihres illegitimen Kindes nicht nennen will.  Zur Strafe wird sie an den Pranger gestellt und muss  jederzeit ein scharlachrotes 'A' auf ihrer Brust tragen. Bald ahnt der Zuhörer, dass es sich beim Vater des Kindes um Arthur Dimmesdale, den Pfarrer des Dorfes, handelt. Der zentrale Konflikt des Romans spielt sich zwischen Dimmesdale und Hesters Ehemann Roger Chillingworth ab, der den Pfarrer mit subtiler psychischer Folter in den Wahnsinn treibt. Hester schafft es, durch makelloses Betragen die Achtung ihrer Mitmenschen wieder zu erlangen, legt das 'A' aber nie wieder ab, wenngleich es ihr in späteren Jahren möglich wäre.
Und doch scheint die fiktive Geschichte aus dem Neu-England des 17. Jahrhunderts gar nicht so weit weg, wenn man zu Anfang des Gottesdienstes auf der Leinwand die Schlagzeilen liest, die von einer nach Sensationen gierenden Presse Tag für Tag ausgestreut werden.
Einen Pranger gibt es zwar nicht mehr im wörtlichen Sinne, ein öffentliches Zur-Schau-Stellen eines Menschen, der nicht in Übereinstimmung mit jenen Regeln lebt, die die Gemeinschaft als bindend für alle festgelegt hat, heute nicht mehr. Die  Frage, wer in einer gescheiterten Ehe die „Schuld“ an der Zerrüttung einer Beziehung hat, spielt ebenfalls kaum eine Rolle im öffentlichen Bewusstsein. Die Häme und die Missgunst, mit der viele Menschen jedoch die Lebensführung der anderen unter die Lupe nehmen, können noch heute vielen Menschen das Leben zur Hölle machen.
„Wir sollten uns hüten davor, andere Menschen anzuklagen und sie zu verurteilen“, meinte Pfarrer Lars Kunkel in seiner Predigt. Jesus selbst habe die Begegnung mit Menschen gesucht, die schuldig geworden sind und ihnen ihre Schuld vergeben. „Vergebung ist möglich“ fasste Pfarrer Kunkel zusammen. „Damit wird ein Freiraum geschaffen, dass man ehrlich sein kann zu sich selbst und zu Gott“.
Das Bild der selbstbewussten Frau, deren Lebensweg viele Zuhörer folgten, wurde musikalisch in den Kompositionen illustriert, die Jördis Treude geschmackvoll und reich an Klangfarben zusammen mit Pit Witt am Klavier interpretierte.
 

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