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Talk am Taufstein Drucken
Von Administrator (03.11.2008)

talk.jpgMit strahlenden Gesichtern verließen die Besucherinnen und Besucher am Reformationstag die Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen. Dieser Gottesdienst war etwas Besonderes und beeindruckte evangelische und katholische Christen gleichermaßen. Denn eines der wichtigsten Feste der Evangelischen Kirche wurde in Bad Oeynhausen als ökumenischer Gottesdienst gefeiert. Selbstverständlich ist das nicht.

Pfarrer Alfons Runte von der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul und Lars Kunkel aus der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Oeynhausen-Altstadt hatten gemeinsam zu einem Gottesdienst am Reformationstag eingeladen und die klassische Predigt durch einen „Talk am Taufstein“ ersetzt. Und diesen Anspruch nahmen die beiden Theologen sehr ernst: In einem lebendigen und spontanen Dialog tauschten sich die beiden Pfarrer am Taufstein über die Aufgaben und Anliegen beider Gemeinden aus.  
 

Für die Besucher wurde durch die Art des Gespräches deutlich spürbar, wie freundschaftlich sich die beiden Gemeinden im Osten und Westen des Kurparks verbunden sind. Etwa dann, wenn der katholische Theologe an die guten Nachtgespräche während einer ökumenischen Begegnung im Kloster erinnerte oder Pfarrer Kunkel den ökumenischen Pilgerweg in der Nacht der offenen Kirchen als einen Höhepunkt kirchlicher Arbeit nannte. Ökumene ist in Bad Oeynhausen nichts Abstraktes, sondern durch Freundschaften und engagierte Gespräche greifbar. Im Ökumenischen Arbeitskreis sind neben den genannten Gemeinden die Wicherngemeinde und die Evangelisch Freikirchliche Gemeinde vertreten.
Offen und selbstkritisch sprach Pfarrer Lars Kunkel die Relevanz- und Finanzkrise der Kirche an, die eine Herausforderung für beide Konfessionen und daher ökumenisch sei. Pfarrer Alfons Runte rief in diesem Zusammenhang zu einer Neubesinnung auf die Taufe als Grundstein des Glaubens auf. Einig waren sich die beiden Theologen darin, dass Martin Luther durch die Übersetzung der Messe und der Bibel für niederschwellige Angebote eingetreten sei, die heute aber neu definiert werden müssten. „Wir sprechen in den Gottesdiensten zwar deutsch, aber für die Menschen ist es oft Latein“, kritisierte Pfarrer Kunkel und betonte die Chancen der neuen Gottesdienstangebote in den für alle Menschen verständlichen Sprachen, wie etwa in den Literaturgottesdiensten oder der Thomasmesse.
„Krisenzeiten können auch Gnadenzeiten sein“, mahnte Pfarrer Alfons Runte. Spürbar werde dies daran, dass heute trotz aller Verschiedenheit die wirklichen Herausforderungen im Neoliberalismus lägen, meinten beide Theologen unisono. Gleichgültigkeit, Unwissen und die gängige Ablehnung jeglicher Orientierung sei das eigentliche Problem, so Runte und Kunkel. Demgegenüber komme es darauf an, ganz klar zu bekennen, was Christen glauben, nämlich dass jeder Mensch wertvoll und geliebt sei. Dies müsse in der Sache offensiv, in der Methode jedoch einfühlsam geschehen. Darin innovative Wege zu finden folge dem Geist der Reformation und sei unbedingt eine ökumenische Aufgabe, so das Fazit des Talks - eine Botschaft, die verstanden und von Christen beider Konfessionen mit großer Zustimmung aufgenommen wurde.
 

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