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DANKE! Drucken
Von Lars Kunkel (06.10.2008)

Predigt zum Erntedankfest 2008

erntedank600.jpg„Danke!“ Der Dank hat am Erntedankfest das erste Wort und steht noch vor dem Predigttext. Dieser steht im Hebräerbrief, Kapitel 13: „Lasst uns nun durch Christus Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. Gutes tun und mit anderen teilen, vergesst nicht, denn solche Opfer gefallen Gott.“
Gott loben und danken und Gutes tun und Teilen gehören zusammen. Doch der Dank kommt zuerst. Wir Menschen können zwar säen, gießen, kultivieren und ernten. Aber wir können es nicht machen, dass etwas wächst und zu etwas Wunderbarem gedeiht. Das Beste im Leben wird uns geschenkt: das Leben, die Liebe, die Freundschaft, das Lachen eines Kindes, ein roter Apfel. Jeder kann selbst seine Dankesliste schreiben. In alledem liegt das Wunder des Lebens. Darüber können wir staunen und uns freuen und von Herzen danken.
So wie auch für die vielen Menschen, die etwas Gutes tun, indem sie Zeit oder Geld einbringen. So gerne würde ich sie alle einmal aufzählen. Dann würden Sie alle sehen und staunen, wie reich wir hier in der Altstadt gesegnet sind. Viel zu oft bestimmt uns das, was uns fehlt. Wir sehen den Mangel, die Aufgabe, die Wünsche. Das Danken ändert den Blick auf die Fülle. Und genau die ist da. Es sind viel zu viele, denen ich danken müsste. Ich kann sie gar nicht alle nennen. Vieles geschieht auch im Verborgenen, und es möchte auch nicht jeder erwähnt werden. Ein paar Beispiele möchte ich aber doch nennen:
Dankbar bin ich, dass sich Menschen im Besuchsdienst engagieren und Geburtstagsbesuche machen. So kommt die Kirche nach Haus zu denen, die nicht mehr so beweglich sind. Danke möchte ich auch mal den Konfirmanden sagen, die Gemeindebriefe austragen wie andere natürlich auch. Danke sagen möchte ich auch für die Frage der Konfirmanden, wann sie wieder mal ins Altenheim gehen können, um mit den Bewohnern etwas zu unternehmen. Danke auch für die vielen Ideen, die Menschen einbringen. Danke, dass Menschen im Kindergottesdienst ihren freien Samstag für die Kinder zur Verfügung stellen. Danke, dass auch heute in diesem Dankgottesdienst und in der Vorbereitung dazu wieder Ehrenamtliche helfen, ohne die einfach nichts ginge. Danke für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Gemeinde, die oft genug meine Hektik aushalten müssen. Danke für das Mitdenken. Danke, dass Presbyterinnen und Presbyter so viel Verantwortung tragen, wichtige Entscheidungen treffen und gleichzeitig handfest mit anpacken. Danke für das Engagement der Erzieherinnen im Kindergarten, die trotz immer höherer Verwaltungsanforderungen immer noch die Zeit mit den Kindern in den Mittelpunkt stellen. Danke für jeden guten Rat, den ich geschenkt bekomme und auch für konstruktive Kritik, die vielleicht eine der besten Güter ist. Danke für die Musik und die Musiker in der Gemeinde, die unsere Gottesdienste erst so richtig feierlich und schön machen. Danke für jede Spende und für die vielen Menschen, die sich am Kirchgeld beteiligen und so fast 10.000 Euro zusammengelegt haben. Und ganz besonders herzlichen Dank an alle Gemeindegruppen, die ganz selbständig arbeiten und die ich vielleicht schon länger nicht mehr besucht habe. Danke für die Verlässlichkeit und Treue, die hier geschenkt wird. Danke für die tröstenden Worte und für Seelsorge, danke für jedes Gebet.
Danke für alle Menschen, die Zeit und Kraft, Geduld und Geld, Liebe und Ideen geben. Selbstverständlich ist das alles nicht. Für mich ist jede schöne Blume und jede Frucht ein Wunder Gottes, genau so aber auch die vielen Menschen, die da sind und etwas geben. Die nicht nur an sich selbst denken und alles für sich wollen, sondern die sich verschenken.
Von diesen Menschen spricht der Predigttext aus dem Hebräerbrief: „Lasst uns nun durch Christus Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. Gutes tun und mit anderen teilen, vergesst nicht, denn solche Opfer gefallen Gott.“
Niemand muss etwas tun. Gott braucht keine Opfer. Vorbei sind die Zeiten, als Menschen versuchten, durch Opfer Gott herbeizurufen oder gnädig zu stimmen. Gott braucht nicht besänftigt oder versöhnt zu werden. Die Zeiten, in denen Menschen sich etwas abringen und opfern mussten, um ihre Beziehung zu Gott zu verbessern, sind passé. Gott ist uns nahe und Gott ist für uns. Der Hebräerbrief betont: Jesus Christus ist Anfänger und Vollender des Glaubens.
Er ist der Mittler eines besseren Bundes. Er ist der Hohepriester und bewirkt Vergebung, und er erlöst uns. Wieder klingt der Gedanke vom Anfang an: Das Beste im Leben ist Geschenk. Gott schenkt uns seinen Sohn, er schenkt uns Vergebung, er schenkt uns Leben. Dafür können wir Gott nur loben und ihm danken. Kein Mensch muss also etwas geben, um damit vor Gott besser dazustehen. Niemand soll aus schlechtem Gewissen Gutes tun. Niemand soll sich etwas abringen. Geben und Schenken soll keine Qual sein.

Die Motivation dafür, etwas zu schenken, soll einzig und allein nur die Dankbarkeit sein. Das kann man auch ganz konkret sagen: Kürzlich bekam ich von einem älteren Ehepaar eine Gabe. Das war kein Opfer, das sollte niemanden zu etwas bewegen. Darin lag nur fröhliche Dankbarkeit. „Wissen Sie, Herr Pfarrer,“ sagte die Dame zu mir, „wir haben es im Leben bestimmt nicht leicht gehabt, aber uns ist auch viel Gutes geschenkt worden, und davon möchten wir etwas weitergegen.“ Ich glaube, ein solches Geben meint der Hebräerbrief.
Und ein solches, wie das des jungen Mannes, der kürzlich sagte, er wolle etwas von der Liebe, die er durch Jesus Christus erfahren habe, weitergeben. Das sei sein Grund für ehrenamtliches Engagement. So gesehen ist die Tat eines Menschen, sein „Opfer“, die dankende Antwort auf das Geschenk Gottes.
Dankbare Menschen leben anders. Der Dank verändert unser Leben, weil es uns bewusst macht, was wir haben und was wir sind.
Was mich bei dankbaren Menschen am meisten erstaunt: Sie sind aktive Menschen, auch und weil sie wissen, das sie nicht alles selbst bewirkt haben. Gerade die Menschen, die nicht um alles kämpfen müssen, sondern sich etwas Gutes schenken lassen können, sind die Aktiven.
Menschen sind in Ehrenämtern, weil sie dankbar sind und Gott loben für das Gute. Und weil sie darin auch etwas von ihrem Glauben bekennen. Ihrem Glauben an Gott und ihrer Hoffnung für diese Welt, die ein bisschen wärmer wird durch dankbare Menschen.
Gott loben, Gutes tun und mit anderen teilen, das sind die „Opfer“, die Gott gefallen. Das sind die guten Gaben, mit denen wir Gott loben, weil er uns so viel Gutes schenkt.
Heute feiern wir in dieser Kirche das Erntedankfest einmal etwas anders. Wir ziehen eine Linie von der Dankbarkeit für die Schöpfung hin zu einer Dankbarkeit für die Geschöpfe. Wir danken für das Korn und die Menschen, die daraus Brot backen. Und wir danken für die Menschen, die aus ihren Gaben etwas machen. Die aktiv sind in dieser Gemeinde zum Lobe Gottes und seiner Schöpfung, zum Wohl der Mitmenschen und für das Gemeinwohl, wir danken für alle, die etwas geben und dabei nicht ärmer werden, die etwas aus der Fülle ihrer Begabungen und Gaben verschenken.
Wir freuen uns sehr, dass wir diesen Tag gemeinsam feiern können. In einer Gemeinschaft, die uns selbst reich macht und die wir erfahren im Abendmahl und im gemeinsamen Gebet, im Tun des Guten und im Teilen, im Lobgesang und im Danken.  Danke war das erste Wort und der Dank soll das letzte Wort haben: Gott sei Dank! AMEN
 

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