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„Es ströme das Recht wie Wasser“ Drucken
Von ELKE NIEDRINGHAUS-HAASPER (mit freundlicher Genehmigung der NW) (03.09.2008)

Der Gedenkbrunnen an der Auferstehungskirche ist den jüdischen Bürgern gewidmet

gedenkbrunnen.jpgWie Saatgut wirken die vier kleinen Steine, die jüdische Besucher oben auf dem mehrere Tonnen schweren Findling am Gedenkbrunnen vor der Auferstehungskirche zurück gelassen haben. Vor sechs Jahren sorgte er als Stein des Anstoßes für eine hitzige Auseinandersetzung zwischen den Anhängern des Gedenkbrunnens und den Gegnern – den Altstädter Schützen und der Löschgruppe Altstadt der Feuerwehr.

175 jüdische Bürger lebten vor dem Terrorregime der Nationalsozialisten in Bad Oeynhausen und der Umgebung. Niemand von ihnen überlebte in der Heimat. Sie emigrierten, wurden deportiert oder ermordet. Als 2001 die Neugestaltung des Vorplatzes der Auferstehungskirche geplant wurde, sollte das Gedenken an diese 175 Mitbürger einen Ort bekommen.

 

Gesucht und gefunden wurde ein Künstler, der Erfahrung in der Erarbeitung eines Mahnmals hatte und die Vorgaben – Findling, Davidstern und Brunnen – in einem Kunstwerk umsetzt: der Bildhauer Dietmar Lehmann aus Porta Westfalica.

„Die Idee zu dem Gedenkbrunnen entstand in einem Arbeitskreis an der Volkshochschule“, erinnert sich Presbyter Heinrich Deppe an die Anfänge des Projektes, das maßgeblich von Pfarrer Bernhard Silaschi vorangetragen wurde.

Schon damals hätten einzelne Bürger Kritik an der Idee eines Kunstwerkes geübt, das an die frühere jüdische Bevölkerung der Stadt erinnert. Die Auseinandersetzung sei dann von den Gegnern des Gedenkbrunnens nicht offen, sondern „unterschwellig“ weitergeführt worden. Stein des Anstoßes war der Judenstern vor der christlichen Kirche.

Ihren Höhepunkt erreichte die Ablehung, als die Altstadt-Schützen und die Löschgruppe der Feuerwehr sich am Volkstrauertag 2005 weigerten, am Brunnen vor der Auferstehungskirche den Opfern der Gewaltherrschaft zu gedenken und aus der offiziellen Veranstaltung ausscherten. „Die Aufregung kann ich bis heute nicht nachvollziehen“, zieht Heinrich Deppe Bilanz.

Rund 42.000 D-Mark hat sich die evangelische Altstadtgemeinde das aus drei Elementen bestehende Kunstwerk kosten lassen. Seit der Einweihung am 10. Mai vor sechs Jahren gurgelt das Wasser über die vier mal vier Meter große Fläche. Genau diese Fläche bildet eine schiefe Ebene, ist „aus dem Lot geraten“, wie Dietmar Lehmann selbst die Ausstrahlung seines Kunstwerkes beschreibt. In die Fläche hat der Bildhauer aus Porta Westfalica einen Davidstern aus Edelstahl eingelassen.

Den eingelassenen Text hat das Presbytrerium der Altstadtgemeinde ausgesucht. Darin wird der das Unrecht anklagende Prophet Amos zitiert: „Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.“ Pastor Lars Kunkel hält die künstlerische Umsetzung für durchaus gelungen. „Das Wasser steht für die reinigende und lebensspendende Gerechtigkeit“, erklärt der Pastor die Symbolik. „Die Schräge und der etwas herabdrückende Stein stehen für das Verhältnis der evangelischen Kirche zu den Juden. Ich sehe darin eine Art Schuldeingeständnis“, sagt Lars Kunkel.

 

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