logo_06-05x_web_640px
 
KontaktLoginSitemapImpressum
  Home arrow Service arrow Predigten arrow Überraschung! - Konfirmation 2008
         
Home
Unsere Gemeinde
Auferstehungskirche
Familienzentrum
Kirchenmusik
Altenheimseelsorge
Gottesdienst
Service
....
Bauprojekt
Café im Foyer

Altstadtgemeinde twittert title=

facebook_button.jpg

youtube-small-square-3220586.png 

 

 

 

Überraschung! - Konfirmation 2008 Drucken
Von Lars Kunkel (10.04.2008)
ue-ei.jpg
Schmecken jedem: Süße Überrschungen im Leben
Vielleicht kennt Ihr auch die Leute, die immer an der Kasse vom Supermarkt stehen, hinter ihnen steht eine Schlange bis zur Obsttheke, man selbst hat es eilig, und diese Leute stehen da in aller Gemütlichkeit vor einer riesigen Palette mit rot-weißen Eiern, nehmen jedes Ei einzeln in die Hand, prüfen das Gewicht, schütteln das Ei, runzeln die Stirn und legen es dann weg, um sich gleich das nächste einer geheimwissenschaftlichen Prüfung zu unterziehen. Halloooooo?!
Die kleinen Dinger heißen doch Überraschungseier und deren Sinn ist es doch, sich überraschen zu lassen. Ich verstehe das nicht. Warum überlassen gerade die größten Ü-Eier Fans nichts dem Zufall? Es ist doch so langweilig, wenn nichts Überraschendes passiert. Und langweilig war Euch nie in der Konfirmandenzeit.  

Ihr habt einige Pfarrerinnen und Pfarrer kennen gelernt. Mit Pfarrer Silaschi habt Ihr angefangen, Ihr habt Pfarrerin Fischer kennengelernt, Pastor Fleer, mich natürlich und vielleicht sogar noch ein paar andere Geistliche. Gäbe es uns in Klein und aus Plastik, Ihr hättet eine schöne Sammlung.

Überraschend waren für Euch die Erfahrungen beim Diakoniepraktikum im Altenheim. Da habt ihr Rollstühle geschoben und die Bewohner beim Menschenrägerdichnicht kennengelernt. Wer sich auf Überraschungen einlässt, erweitert seinen Horizont und macht spannende Erfahrungen.

Etwas überraschend war vielleicht auch, dass wir Eure Konfifreizeit in den Gohfelder Tannen gemacht haben. Ich sehe die fragenden Gesichter noch vor mir: Was? Wir gehen zu Fuß? Nicht weniger überraschend war dann auch der Weg durch die Dunkelheit, in der eine vertraute Umgebung plötzlich ganz geheimnisvoll und abenteuerlich aussieht. Und ein paar kleine Dornen haben mir gezeigt, wie viel Dezibel Schallkraft in manch einem Konfi steckt. Na ja, ich kann Euch ja auch verstehen. Wenn es wirklich brenzlig wird, dann braucht man keine Überrschaschungen, sondern etwas Vertrautes.

Deshalb haben wir Finn, Denise, Sarah und Lennert vorher darum gebeten, sich einen guten Weg zu überlegen, damit es eben keine bösen Überraschungen geben würde, sondern einen guten Weg. Wir brauchen Menschen, denen wir etwas zutrauen und Menschen, denen wir vertrauen.

Und so sollte es im ganzen Leben sein. Der Sonntag heute heißt übrigens Hirtensonntag, weil in der Bibel Jesus Christus immer wieder mit einem Hirten verglichen wird. Damals war den Menschen genau wie uns heute klar, dass das Leben manche Überraschungen bereithält: sehr schöne, wenn man sich plötzlich verliebt, wenn man ganz unerwartet von jemandem gemocht wird, wenn man etwas Tolles schafft, wenn man Erfolg hat. Aber eben auch böse Überraschungen. Und damals wie heute suchten die Menschen nach jemandem, der sie begleitet und ihnen ein Weg zeigt. Die Menschen damals hatten dabei das Bild von einem Hirten vor Augen, der für seine Herde einsteht und Verantwortung übernimmt.

Wenn man sich im Leben fragt, wem man sich anvertrauen kann und von wem man sich leiten lassen will, dann möchte man dabei keine Überraschungen erleben. Man muss genau hingucken und auch kritisch sein. Es gibt nämlich auch eine ganze Menge Hirten, die nicht auf ihre Schafe aufpassen, sondern mit den Wölfen heulen. Die nur so tun, als ob sie Gutes vorhaben und in Wirklichkeit ganz andere Interessen haben. Man muss sich schon etwas auskennen.

Deshalb habt Ihr, liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden, Euch nun eine ganze Weile mit dem beschäftigt, der unser guter Hirte genannt wird.

Ihr habt erfahren, dass Gott uns Gebote gibt, die uns nicht einengen und alles verbieten wollen, sondern uns die Freiheit bewahren wollen. Damit wir in einer Welt leben, in der man sich aufeinander verlassen kann. In der man nicht immer nur beneidet und belogen und betrogen wird. Ihr wisst auch, dass die Menschen, die sich auf Gottes Namen berufen wollen, auch wirklich Gutes tun müssen. Darüber haben wir gesprochen. Es gibt ja leider Menschen, die sich Christen nennen und trotzdem oder sogar deshalb Kriege führen. Darauf fallt Ihr nicht herein.

Ihr habt auch erfahren, dass Ihr Euch immer an Gott wenden könnt und er immer offen für Euch ist. Und dass Gott Euch annimmt und liebt und zwar ganz genau so, wie Ihr seid. Ihr müsst nicht immer alles richtig machen, Ihr müsst Euch nicht von Eurer Schokoladenseite zeigen. Ihr dürft einfach Ihr selbst sein. So wie Eltern ihre Kinder lieben und annehmen, obwohl sie manchmal ganz anders sind als erwartet. So wie Kinder ihre Eltern lieben, obwohl sie mal wieder genau sind wie erwartet. Wahrscheinlich könnt Ihr bei Gott sogar noch ein bisschen mehr Ihr selbst sein. Bei ihm muss man sich nicht verstellen, er kennt uns sowieso und liebt uns genau so. Das wisst Ihr. 

Ihr, liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden, wisst jetzt einiges mehr. Und Euch kann man nichts vormachen. Euch kann man nicht mit ein bisschen Schokolade austricksen oder Euch irgendetwas vormachen. Ihr habt Fragen gestellt und selbst nachgedacht. Und Ihr habt mich und uns damit manches Mal richtig überrascht.

Ihr habt ein eigenes Glaubensbekenntnis geschrieben. Das kann nicht jeder hier in der Kirche.

Ihr habt viel gelernt und wirklich eine Superkonfirmandenprüfung gezeigt. Einige haben freiwillig ihre Besuche im Altenheim weitergeführt, andere haben freiwillig ein zweites Krippenspiel mitgemacht. Ihr habt Gottesdienste geplant und gut präsentiert. Ihr seid vorbereitet.

Heute gibt es deshalb keine Überraschungen mehr. Heute sagt Ihr ganz bewusst ja zu dem Gott, der Euch schon in Eurer Taufe zu seinen Kindern gemacht hat. Heute mit dem Segen und der Konfirmation bekräftigen wir dieses Vertrauen zueinander.

Doch die Konfirmation ist kein Abschluss. Mehr eine Station. Euer Leben liegt vor Euch, und Eure Zukunft wird Euch manche Überraschungen bieten. Denkt dann daran, dass in allem jemand mit Euch geht, dem Ihr voll und ganz vertrauen könnt und der es wirklich gut mit Euch meint. Er tröstet Euch, wenn ihr traurig seid. Er gibt Euch Kraft, wenn Ihr müde seid. Er liebt Euch, wenn alle anderen Euch verachten, er sieht Euch, wenn ihr Euch übersehen fühlt. Er lacht aber auch mit Euch, wenn Ihr fröhlich seid, er freut sich, wenn Euch Glückliches geschieht. Er will das Gute für Euch.

Daran könnt Ihr Jesus Christus immer erkennen und deshalb auch von anderen Führern unterscheiden.   

Liebe Konfirmanden und Konfirmandinnen, bestimmt werdet Ihr gern an diesen Tag Eurer Konfirmation denken, aber was der Pastor da gesagt hat, das vergisst man leicht. Deshalb möchten wir als Gemeinde Euch heute etwas mit auf den Weg geben.

Ein kleines Beutelchen mit folgendem Inhalt:

Darin ist ein Überraschungsei. Ok, es ist eine Kinderüberraschung und natürlich sei Ihr keine Kinder mehr.  Kennt Ihr den Webespruch für Ü-Eier?! Spannung, Schokolade und Spielzeug.

1. Die Spannung. Das Leben hält sich noch Überraschungen für Euch bereit. Gott sei Dank. Und ich glaube, dass es auch bei uns in der Altstadtgemeinde noch Überraschungen für Euch gibt.

2. Schokolade. Das eindeutig Gute. Die Stärkung. Das soll Euch daran erinnern, dass Gott es gut mit Euch meint, dass Christus als der gute Hirte mit Euch geht. Und dann darin, der Inhalt.

Wir haben das nicht dem Zufall überlassen, sondern ein Kreuz beigelegt.

3. Und auf dem Kreuz ist ein Fisch. Wir haben ja viel darüber nachgedacht, was es heißt, sich zu bekennen. Und dieses Kreuz erinnert Euch daran, dass Ihr Euch zu Gott bekennt und Gott sich zu Euch bekennt. Es soll Euch daran erinnern, wer in allen Überraschungen des Lebens bei Euch ist.

Dieses Kreuz ist eine gute Erinnerung und sieht auch noch gut aus. Es ist zum Andenken, zum Nachdenken, aber auch zum Tragen gedacht.

Es verbindet Euch untereinander und mit Christus. „Wir leben mittendrin!", heißt unser Gemeindeleitbild.

Wir leben mittendrin! Hoffentlich mit Euch zusammen in dieser Gemeinde. Und mit Hoffnung und Freude unter dem Wort Gottes, wie es geschrieben steht im Epheserbrief: 

„Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus."

Amen.

 

Für Sie ausgewählt

 

 

Tipps
mehr Tipps
#c8f4f7 #F1F4F7  
© 2017 Kirchengemeinde Bad Oeynhausen-Altstadt
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.