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Mogelpackung KiBiZ Drucken
Von Monika Stockhausen (02.09.2007)

Erzieherinnen sind sehr geduldig. Das neue Kinderbildungsgesetz stellt diese Geduld jedoch auf eine harte Probe. Mit Trommel und Transparenten machten nun weit über 200 Erzieherinnen, Eltern und Träger ihren Unmut im Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Oeynhausen-Altstadt deutlich.

Auf einer Informationsveranstaltung von „Forum Kirche, zum neuen Kinderbildungsgesetz „KiBiz“ des Landes NRW “, die von Pfarrer Lars Kunkel moderiert wurde, hielt Sabine Prott vom Diakonischen Werk in Münster den Einführungsvortrag. Prott kritisierte, dass auch der aktuelle Gesetzentwurf nicht dem Konsenspapier der Spitzenverbände entspräche.

Das Gesetz sieht drei Gruppenformen vor, die in der Praxis nur schwer umzusetzen sind. So sollen in Zukunft lediglich zwei Fachkräfte zehn ein- bis zweijährige Kinder betreuen und dies sogar über einen Zeitraum von bis zu 45 Stunde pro Woche. Fast schon zynisch mutet hier der Hinweis des Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers an, die Umsetzung und den Erfolg von KiBiz in „Herz und Hand“ der Erzieherinnen zu legen.

Auch das als Ausdruck von Flexibilität bezeichnete Buchungssystem von 25, 35 und 45 Stunden pro Woche führt zu großen Planungsunsicherheiten und gefährdet die Durchhaltung der bisherigen hohen Qualitätsstandards. Zudem ist fraglich, wie die derzeit höheren Betreuungszeiten von bis zu 50 Stunden in Zukunft finanziert werden sollen.

Die Fachberaterin des Kirchenkreises Vlotho, Elfriede Felgenhauer, betonte: „Kinder sind keine Ware. Die Einführung von Marktprinzipien über Kindpauschalen hat im Kindergarten keinen Platz. Kinder brauchen Zeit und Ruhe zum Lernen. Sie brauchen gute Beziehungen und Bindungen zu ihren Erzieherinnen und Verlässlichkeit in der Betreuung und eben diese sind durch das KiBiz gefährdet.“ Pfarrer Bernhard Silaschi vom Kirchenkreis Vlotho bezeichnete das „KiBiz“ als Kuckucksei. Mit dem Anspruch, die Situation in den Kindergärten zu verbessern, würden die Bedingungen deutlich verschlechtert. Der Bürgermeister der Stadt Bad Oeynhausen, Klaus Mueller-Zahlmann, hob die Übereinstimmung zwischen den kommunalen Spitzenverbänden und der freien Wohlfahrtspflege hervor.

Brigitte Ußling, die Leiterin des Kindergartens „Altstadtspatzen“, wies darauf hin, dass im neuen Gesetz hoch qualifizierte Erzieherinnen durch den vermehrten Einsatz von Tagesmüttern zu Betreuung der Kleinsten ersetzt werden sollten. Außerdem gefährde das Gesetz die Finanzierung der so genannten kleinen altergemischten Gruppen, die in Fachkreisen als besonders wertvoll angesehen werden. Auch die Eltern zeigten sich sehr besorgt über die zukünftige Entwicklung in den Kindergärten, da bisher noch unklar ist, welche finanziellen Folgen auf die Eltern zukommen werden.

 

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