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„Stoff für eine klassische Tragödie“ Drucken
Von Monika Stcokhausen (24.06.2007)

Sie haben zusammen mit Pfarrer Lars Kunkel (6. v. links) den Literaturgottesdienst vorbereitet: (von links): Jördis Treude, Pit Witt, Astrid Mulch, Simone Homburg, Birgit Kuhlmeier, Lars Kunkel, Britta Weber, Dirk Schormann, Heidi Swietlik und Claudia Sieker
Sie haben zusammen mit Pfarrer Lars Kunkel (6. v. links) den Literaturgottesdienst vorbereitet: (von links): Jördis Treude, Pit Witt, Astrid Mulch, Simone Homburg, Birgit Kuhlmeier, Lars Kunkel, Britta Weber, Dirk Schormann, Heidi Swietlik und Claudia Sieker
Erneut stand ein Klassiker des 20. Jahrhunderts im Zentrum des Literaturgottesdienstes in der Evangelischen Auferstehungskirche: Das vorbereitende Team hatte gemeinsam mit Pfarrer Lars Kunkel Max Frischs 1957 erschienenen Roman „Homo Faber" ausgewählt.

Max Frisch ist einer der großen Moralisten der deutschsprachigen Literatur in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Als Autor von dramatischer und epischer Literatur lässt er den Leser und Zuschauer die Tiefen und Abgründe der menschlichen Seele ausloten und weist ihn gleichzeitig auf den Weg, seine eigenen Schlüsse über das Stück oder den Roman zu ziehen.

Die Hauptfigur dies Romans „Homo Faber", Walter Faber, ist ein Einzelgänger aus Überzeugung, ein Mann, der von der Machbarkeit und Beeinflussbarkeit menschlichen Handelns, vor allem auf dem Gebiet der Technik, überzeugt ist. Er wird in der Rückschau konfrontiert mit den Ereignissen seines Lebens. „Walter Faber steht vor den Filmrollen und muss sich alles Geschehene noch einmal ansehen. Er wird konfrontiert mit der Liebe, die er bewusst oder unbewusst zu seiner Tochter hatte. An diesem Ort, wo ihm sein Leben vor Augen geführt wird, möchte er sich am liebsten selbst blenden", so Pfarrer Lars Kunkel in seiner Predigt. „Es ist der Stoff, den die klassischen Tragödien behandeln: Ein Mann lernt ein junges Mädchen kennen und beginnt ein Liebesverhältnis mit ihr, obwohl er ahnt, dass sie seine Tochter sein könnte. Es ist zugleich die Tragik der Selbstüberschätzung des Menschen, der sich selbst und sein Tun mit Gott gleich stellen möchte. Doch Gott bleibt Gott und Mensch bleibt Mensch", fasste der Theologe zusammen.

Ein Weg aus dieser Fehleinschätzung könnte sein, dass der Mensch die Gnade Gottes erfährt: „Wenn er in seinem Leben die Erfahrung macht, dass er nicht Herr seines Schicksals ist, kann er gleichzeitig bescheidener werden. Die damit auch verbundene Einsicht in die eigene Endlichkeit lässt ihn aber auch nicht in der Resignation verharren. Das Akzeptieren des Todes im Leben hilft dem Menschen, wahrhaftiger zu leben".

Neben den Textlesungen durch Mitglieder des Literaturkreises der Altstadt-Gemeinde half die von Jördis Treude (Gesang) und Pit Witt (Piano) dargebotene Musik das jeweilige Geschehen zu bedenken und sich in die geschilderte Handlung hineinzudenken.

Die fünfziger Jahre, die Zeit der Entstehung des Romans, wurden zudem durch die Projektion einer Folge von Bildern und die Präsentation von Gegenständen aus dem Alltag lebendig. Gut 200 Menschen machten von dem kreativen Gottesdienst-Angebot und von der nach dem Gottesdienst angebotenen Möglichkeit des Austauschs bei Brot, Käse und Wein Gebrauch.

 

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