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Ein Neues schaffen Drucken
Von Präses Alfred Buß zur Jahreslosung 2007 (09.01.2007)

"Gott spricht: Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht?" (Jesaja 43,19)

hoffnungSie macht Mut, weckt Hoffnungen, lenkt den Blick aufs Wesentliche und verlockt zu einem wacheren Miteinander - die Jahreslosung 2007. In einer von Wandel und Umbrüchen geprägten Zeit richtet der alttestamentliche Prophet unseren Blick nach vorn.

Nicht den Kopf in den Sand stecken, nicht nur jammern und den Verlust beklagen, nicht nur nach hinten schauen. Wandel und Umbrüche gibt es immer wieder in der Geschichte. Im Wandel geht nicht nur Gewohntes verloren, es wächst auch Neues auf. Im Neuen liegt verborgener Zauber: Es bieten sich Chancen, das Miteinander neu, anders, vielleicht auch besser zu gestalten, allem Widerständigen zum Trotz. Aber nur, wenn wir lernen, von Vertrautem Abschied zu nehmen und Altes wirklich loszulassen, werden wir frei für Neues. Das gilt in der Kirche ebenso wie in Staat und Gesellschaft.

Das Wort „Wachstum" verbinden wir heute zuerst mit „wirtschaftlichem Aufschwung". Keine Frage: Es ist gut, wenn die Wirtschaft floriert, wenn Arbeitsplätze gesichert und Handelsbeziehungen ausgebaut werden können. Aber Wachstum ist mehr. Ein Blick in die Natur macht klar: Wachstum ist ein Geschenk Gottes, mit dem wir achtsam und verantwortungsvoll umgehen sollten. Auch die Wirtschaft braucht Wachstumsbedingungen, die sie nicht einfach selbst herstellen kann. Sie ist vor allem auf das Vertrauen der Menschen angewiesen. Vertrauen sucht nach Gründen für die Erwartung, dass es eine lebenswerte Zukunft gibt. Dafür bedarf es einer Gesellschaft, in der Kinder geborgen aufwachsen können und kein Armutsrisiko bedeuten. Vertrauen in die Zukunft bedeutet auch, Toleranz, Achtung und Sensibilität zu entwickeln, in Familie, Nachbarschaft und Freundeskreis ebenso wie im Miteinander von Völkern, Kulturen und Religionen. Und eine Gesellschaft braucht gemeinsame Zeiten des Aufatmens, Feierns, Innehaltens, damit Vertrauen wachsen kann. Der Sommertraum während der Fußball-WM 2006 hat uns in Erinnerung gerufen, wie schön und bedeutsam es ist, besondere Zeiten gemeinsam zu begehen. Das gilt erst recht im grauen Alltag: Ohne gemeinsame Zeiten in Familie, Freundschaft und Freizeit läuft alles auseinander. Ohne gemeinsame Sonn- und Feiertage verödet die Zeit.

Aber es gibt auch wirklich Neues in der Welt, wir müssen es nur sehen: Manchmal erscheint uns die Welt wie vernagelt. Nichts geht mehr. So erging es vor 16 Jahren der Evangelischen Kirche in Siebenbürgen/Rumänien. Nach der Wende reisten Anfang der 90er Jahre binnen eines Jahres fast drei Viertel der Gemeindeglieder in den Westen aus. Im vergangenen Jahr trauten wir bei zwei Begegnungen mit dem Siebenbürgener Bischof Prof. Dr. Christoph Klein in Rumänien und Westfalen unseren Augen und Ohren kaum mehr: Die 14.000 in Siebenbürgen verbliebenen Protestanten haben gelernt, sich auf die veränderten Rahmenbedingungen einzulassen und die Herausforderung anzunehmen. Mit Erfolg: Gottesdienst, Seelsorge, Bildung und Diakonie bilden das Profil der Evangelischen Kirche in Rumänien. Vorbildliche diakonische Einrichtungen, evangelische Schulen, deren Schüler zu über 90 Prozent aus rumänischen Familien kommen, eine Evangelische Akademie sowie eine Evangelische Fakultät an der Universität lassen mit dem gottesdienstlichen und seelsorglichen Leben die kleine Evangelische Kirche zu einem wichtigen Faktor im orthodox geprägtem Umfeld werden. „Christen werden nicht gezählt, sondern gewogen", sagte Bischof Klein. Hermannstadt (Sibiu) wird 2007 gemeinsam mit Luxemburg Kulturhauptstadt Europas sein. Obwohl die Siebenbürger Sachsen nur noch zwei Prozent der Bevölkerung ausmachen, stellen sie in Hermannstadt (und auch andernorts) die Mehrheit im Stadtrat und auch den Bürgermeister. Dieses Mandat verstehen sie vor allem als geistliche Herausforderung: Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr's denn nicht?

Angesichts der Herausforderungen, denen wir uns auch im kommenden Jahr stellen müssen, gibt mir dieser Perspektivwechsel über den eigenen Tellerrand hinaus Hoffnung: Wir werden Neues entdecken, wenn unser Blick das Loslassen lernt. Dabei kommt es eigentlich gar nicht so sehr auf uns an: Das Neue ist und bleibt Gottes Sache. Er lässt es aufwachsen. Unsere Aufgabe ist es, uns die Augen dafür öffnen zu lassen. Und dann das zu tun, was nötig ist.

So empfinde ich die Jahreslosung als große Entlastung mit einer verlockenden Perspektive für ein gesegnetes Jahr 2007.

 

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