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„Fragen und Zweifel unter das Kreuz legen" Drucken
Von Monika Stockhausen (12.11.2006)

thumb_litgopest Bad Oeynhausen. Mit dem 1947 erschienenen Roman „Die Pest" von Albert Camus haben die Mitarbeitenden des Literaturgottesdienstes in der Bad Oeynhauser Auferstehungskirche ein bedeutendes Werk der Weltliteratur ins öffentliche Interesse gerückt.

In kaum einem anderen literarischen Werk aus dem vergangenen Jahrhundert wird  die Frage nach dem Sinn menschlichen Lebens, nach Leiden und Tod so dezidiert mit den Antworten konfrontiert, die Vertreter der Religion den Manschen angesichts dieser kollektiven Bedrohung der menschlichen Existenz geben.

Albert Camus hat in seinem Roman großartige Figuren geschaffen, die sich der Bedrohung der menschlichen Existenz stellen: Den Mediziner Rieux, der den scheinbar aussichtslosen Kampf gegen die Seuche aufnimmt und den Jesuitenpater Paneloux, der die Pest in seiner ersten Stellungnahme als Strafe Gottes zur Züchtigung des Menschen deutet.

„Man müsste sie von den Kanzeln runter holen, wenn sie behaupten, dass der Tod, die Ängste und das Schreien zum Ursprung des Lebens führen. Und darin Tost verkünden. Und aufrufen, Gott zu lieben. Ihnen muss man entgegen schreien: Nein!", so Pfarrer Lars Kunkel in seiner Predigt nach Lesungen aus wesentlichen Abschnitten des Romans.

Diese Auszüge gaben den äußeren Rahmen des Geschehens, den Ausbruch der Seuche wieder. Sie schildern minutiös das Sterben eines Kindes und dokumentieren die beiden Stellungnahmen des Paters Paneloux. Dessen Haltung hat sich etwas gewandelt, nachdem er das qualvolle Sterben eines Kindes miterlebt hat.

„Im Kampf gegen das Elend stehen Priester und Arzt eng zusammen. Wenn aber Atheisten mindestens genau so menschlich handeln wie Glaubende, stellt sich die Frage: Was der Glaube an Gott für einen Sinn hat. Zumal dieser Gott das Elend vielleicht verhindern könnte und es nicht tut", meinte Pfarrer Lars Kunkel.

„Das Leiden bleibt ein Stachel im Glauben. Doch ich bleibe mit diesem Stachel nicht allein, sondern lege heute Abend meine Fragen und meinen Zweifel unter das Kreuz", so der Theologe abschließend.

Den eindrucksvollen musikalischen Rahmen gestaltete die Mezzospranistin Eike Tiedemann, die in einer eigens für diesen Gottesdienst geschaffenen Live-Performance mit Hilfe der Elektronik in den Dialog mit ihrer eigenen und mit anderen Stimmen trat und dabei Klänge schuf, die die vielen aufgeworfenen Fragen musikalisch darstellten.

Bildunterschrift:

Sie haben zusammen mit Pfarrer Lars Kunkel (3. v. links) den Literaturgottesdienst vorbereitet: (von links) hintere Reihe: Ulf Rogge, Birgit Kuhlmeier, Herbert Lindemann, Ute Lindemann-Treude, Astrid Mulch, Claudia Sieker, Heidi Swietlik; vordere Reihe Eike Tiedemann, Britta Weber, Simone Homburg.

 

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