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Wie die Posaune evangelisch wurde Drucken
Von Harald Sieger (31.08.2006)

Gedanken zum 150. Geburtstag Johannes Kuhlos

verbietetWelch ein Bild: Die Mauern von Jericho zittern, erbeben und fallen schließlich in sich zusammen. Das gelingt sieben Priestern allein dadurch, dass sie in ihre Posaunen blasen. So ist es nachzulesen im 6. Kapitel des Buches Josua.

Unter Bläsern rätselt man bisweilen, mit welchen täglichen Übungen sich die Geistlichen wohl auf die Durchführung dieser physikalischen Meisterleistung vorbereitet haben (die musikalische Qualität hat auf dem Feld vor Jericho wohl keine so große Rolle gespielt).

Bei den sieben Priestern handelt es sich zweifelsfrei um das älteste uns bekannte Bläserensemble. Allerdings steht dabei, wie in den meisten anderen „Posaunen-geschichten“ der Bibel nicht eine zum Lobe Gottes bestimmte musikalische Leistung im Vordergrund, sondern ein knallharter militärischer Nutzen. Daher ist es nicht erstaunlich, dass die Trompeten und Posaunen erst zum Ende des 19. Jahrhunderts für die Kirchenmusik entdeckt wurden, nachdem sie zuvor – in der guten Tradition biblischer Geschichten – über viele Jahrhunderte dem Instrumentarium der  Militär- und Tanzmusikkapellen angehörten.

Bezeichnenderweise stammte Johannes Kuhlo, der Begründer der Posaunenchorbewegung in Deutschland, wiederum nicht aus einer Musiker-, sonder aus einer Pastorenfamilie. Er wurde am 8. Oktober 1856 in Löhne- Gohfeld geboren. Im Alter von 8 Jahren erlernte er autodidaktisch das Spielen der Altposaune. Zu seinem Lieblingsinstrument erklärte er später das Flügelhorn, weil es seiner Meinung nach der menschlichen Singstimme am nächsten käme. Den etwas helleren, schärferen Ton der engmensurierten Trompeten lehnte er entschieden ab und schaffte damit und mit der Einführung der „klingenden Schreibweise“ bewusst eine Abgrenzung zu den Kapellen der Tanz- und Militärmusik. Nach dem Leitsatz "Choräle und immer wieder Choräle und geistige Lieder" stellte er seinen Chören ein Choralbuch in vier Bänden zusammen und bestimmte damit weitgehend das Repertoire. Mit dieser Grundlage gelang es ihm, zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts viele Tausend Bläser zu begei-
stern. Mittlerweile sind die Posaunenchöre mehr als nur ein akzeptierter Bestandteil der Kirchenmusik. Dazu hat insbesondere die Lockerung des ursprünglich allzu starren Regelwerks für Posaunenchöre beigetragen. So zählt heute die Trompete - von Johannes Kuhlo einst rigoros abgelehnt - zu den am meisten gespielten hohen Instrumenten, während das von ihm favorisierte Flügelhorn (insbesondere seine abgerundete, mit Trompetenmundstück zu blasende Variante) am wenigsten zum Einsatz kommt. Ebenso hat sich das Repertoire der Posaunenchöre stetig vergrößert. Neben „Choräle und immer wieder Choräle“ sind mittlerweile sämtliche Genres der geistlichen Musik in Bearbeitungen für Posaunenchöre erschienen. Außerdem ist es gelungen, Stilelemente der Popularmusik (Jazz, Blues, Rock, Pop und Swing) in die Literatur für Posaunenchöre aufzunehmen. Nach wie vor ist die Bläserszene ein lebendiges Arbeitsfeld mit deutschlandweit über 100.000 aktiven Bläserinnen und Bläser in rund 6.200 Chören.

Zum 150. Geburtstages von Johannes Kuhlo am 8. Oktober 2006 lädt das Posaunenwerk zu einer Festveranstaltung nach Bielefeld- Bethel ein.
In diesem Rahmen wird um 10.00 Uhr in der Ziomskirche ein Gottesdienst gefeiert, der auch von DLF live übertragen wird (an diesem Gottesdienst wirken übrigens auch Sänger der Kantorei an der Auferstehungskirche mit).
Im Anschluss wird um 12.30 Uhr zu einem Empfang in das "Assapheum" geladen.
Der Tag endet schließlich mit einer Schlussveranstaltung um 15.30 Uhr, an der alle Bläser teilnehmen können. Anmeldungen werden erbeten und sind online unter www.posaunenwerk-westfalen.de möglich.
 

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