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Trauer, Trost und Hoffnung Drucken
Von Margaret Weirich (04.12.2017)

„Ein deutsches Requiem“ schließt das Kirchenjahr

Die Kantorei, die Jugendkantorei und das Sinfonieorchester „opus7“ boten dem Publikum ein anspruchsvolles Konzert am Ewigkeitssonntag.In der Dunkelheit der Abendstunden am Ewigkeitssonntag erfüllten die Kantorei und Jugendkantorei an der Auferstehungskirche und das Sinfonieorchester „opus 7“ den Kirchenraum mit ergreifenden biblischen Texten und Tönen. Mit der Aufführung von Johannes Brahms „Ein deutsches Requiem“ gaben sie dem Tod, dem Versprechen eines ewigen Lebens, der Mühsal des irdischen Lebens, aber vor allem den Momenten des Trostes Raum und Gestalt. Die gesamtmusikalische Leitung lag bei Kreiskantor Harald Sieger.
Das Requiem von Brahms ist nicht nur musikalisch anspruchsvoll, sondern auch einzigartig im Ansatz. Es ist nicht einem Toten, sondern den Trauernden und, im größeren Sinn, den Lebenden gewidmet. Der Komponist selbst suchte nach geeigneten Bibelversen, die Trost angesichts der Vergänglichkeit des Lebens spenden.Der Chor zusammen mit den Solisten Ylva Stenberg und Sebastian Klein und dem Sinfonieorchester arbeiteten diesen Grundgedanken heraus. Mal schwere, dunkle, mal fließend leichte, ja fast himmlische Töne wechselten sich oft im gleichen Satz ab.

Vermeintliche Gegenteile wie Vergänglichkeit und Ewigkeit, Leben und Sterben und Leid und Freude wurden nicht gegenübergestellt, sondern blieben eng miteinander verbunden, gingen förmlich ineinander über. Die schwere Musik der irdischen Mühsale wurde durch helle Laute der Hoffnungförmlich beantwortet und nicht übertönt. Und so fluteten der Gesang und die Musik die Kirche mit kraftvollen Wellen abwechselnder Emotionen. Mit dem sechsten Satz kam ein dramatischer Höhepunkt. Der Tod wird seiner Kraft beraubt und eine Vision der Erneuerung entfaltet.
Nach einigen Sekunden der Stille spendeten die Zuhörer viel Applaus für die Kantoreien, Solisten und Sinfonieorchester. Sogar „standing ovations“ folgten auf eine kurze Zugabe. Die Besucher Elisabeth und Arno Markus meinten: „Wir fanden die Umsetzung von ‚Ein deutsches Requiem‘ sehr gelungen. Die musikalische Interpretation von den Texten war passend und das Zusammenspiel zwischen den Kantoreien und Musikern war sehr stimmig.“
 

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