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Freiheit in der "Blue Night" Drucken
Von Rainer Labie (04.10.2017)

Sarah Kaiser & Band in Bad Oeynhausen

Sarah Kaiser in Bad OeynhausenDie Innenstadt Bad Oeynhausens ist in blaues Licht getaucht. Viele Menschen unterhalten sich an aufgebauten Ständen. Die Läden sind geöffnet, Straßenbands spielen unaufdringlich in dieser von den Geschäftsleuten organisierten „Blue Night“. Im Hintergrund am Kurpark läuten die Glocken der Auferstehungskirche und laden zu einem Konzert ein.

Scheinbar hat das nichts miteinander zu tun. Aber wer den Weg in die Kirche findet, begreift bald, dass das dort Gebotene auf eine subtile Art mit dem Geschehen draußen zusammengehört. „Freiheit“ heißt das Programm. Sarah Kaiser ist mit ihrer Band aus Berlin gekommen. Anlässlich des nun langsam zu Ende gehenden Reformationsjubiläums haben Altstadtgemeinde und Kulturreferat „KuK!“ des Kirchenkreises Vlotho zu diesem Konzert eingeladen, einem Programm „auf den Spuren Martin Luthers“.

Sarah Kaiser, das wird gleich zu Beginn des Abends klar, will dem Publikum nicht nur Lieder vorsingen und ihre aktuelle CD anpreisen, die man dann natürlich auch hinterher signiert kaufen kann. Sie hat wirklich etwas zu geben, zu singen und zu sagen, was sie bewegt und wie sie die Grundgedanken der Reformation für sich und für unsere unruhige Welt heute versteht. „Mir geht es nicht nur um die historische Bewegung der Reformation, sondern auch um die Bedeutung dieses Wortes für mein Leben mit und vor Gott,“ sagt sie und singt das wohl persönlichste Stück des Albums „Meine Reformation".

Sarah Kaiser & Band in der Auferstehungskirche am Kurpark in Bad Oeynhausen.Und sie erzählt zwischen den einzelnen Beiträgen von ihrer Nachbarin, die aus dem Iran geflüchtet ist, weil sie Christin ist und deshalb dort mit dem Tod bedroht wird, oder von ihrem Engagement in der Organisation „International Justice Mission“, die sich gegen Sklaverei, Menschenhandel und Kinderprostitution einsetzt. So wird die „Freiheit eines Christenmenschen“ Martin Luthers plötzlich konkret im 21. Jahrhundert. Das ist keine aufgesetzte Aktualisierung, sondern echtes Anliegen. Gut, wenn es die Gelegenheit gibt, Sarah Kaiser mit ihrer ausgezeichneten vierköpfigen Band live zu erleben. Was auf der CD „Freiheit“ ganz nett anzuhören ist, wird erst auf der Bühne wirklich lebendig und authentisch, so, wie sie das offensichtlich meint, „auf den Spuren Martin Luthers“ zu gehen.

Sarah Kaiser mit Olaf Schönborn am Saxofon.Neuinterpretationen der guten und geliebten Gesangbuchlieder des Reformators gibt es zwar in großer Zahl. Ob Pop oder Rock und Jazz, alles schon da gewesen. Aber da reiht sich Sarah Kaiser nicht einfach ein. Sie hat einen neuen, ganz persönlichen Zugang gesucht und gefunden, nicht nur zu der Musik von damals, sondern zu den Grundgedanken der Reformation. Deshalb präsentiert sie an diesem Abend neben eigenen Interpretationen der Luther-Lieder wie etwa "Ein feste Burg ist unser Gott" oder „Vom Himmel hoch...“ auch neue Lieder, die sie zusammen mit ihrem Pianisten Samuel Jersak komponiert und arrangiert hat, und überzeugt mit ihrer Band in ganz unterschiedlichen Richtungen. Überragende Akzente setzt dabei an ihrer Seite auch Olaf Schönborn mit dem Saxofon. Die Stilsicherheit, mit der die Band von sanften Balladen zu überschäumenden Rock- und Jazzfarben wechseln kann, reißt die Hörer von einem Gefühl ins nächste. Bewegt hört das Publikum eine Neuinterpretation der Psalmworte „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ über die aktuelle Flüchtlingsnot auf der ganzen Welt. Dann wieder Kaisers sehr persönliches „Mein Herz ist voll“, eine moderne Fassung von Luthers „Nun freut euch liebe Christen gmein“.

Wer allerdings ein flüssiges Konzert mit dieser gut ins Ohr und in die Beine gehenden Musik erwartet hat, wird immer wieder ausgebremst. Vielleicht ist das so gewollt. Sarah Kaiser will nicht einfach christlichen, radioaffinen Mainstream bieten, sondern ihr Publikum teilhaben lassen an ihren Gedanken und ihrem Glauben. Da gehören eben Herz und Kopf, Gefühl und Verstand zusammen.

Das Konzert endet mit dem als Ballade sehr schön vertonten Abendsegen von Martin Luther. „Deine Engel halten über mir die Wacht“, heißt es da und diese Worte klingen auch draußen noch nach in dieser „Blue Night“ in Bad Oeynhausen.

 

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