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Von Harald Sieger (08.07.2010)
Neues Kinderkantorei-Angebot startet nach den Sommerferien in der Altstadt
Singen macht Spaß, es verbindet Freunde und ist die Grundlage allen Musizierens: wer gerne singt, dem fällt es auch leichter, ein Instrument zu erlernen.
Deshalb laden wir alle Kinder ein, mit dabei zu sein, wenn die Kinderkantorei an der Auferstehungskirche sich zum ersten Mal trifft:
in der Auferstehungskirche am Kurpark (Ostkorso)
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Konfirmandenpraktikum im Seniorenheim |
Von Barbara Fischer (29.06.2010)
Spannende Entdeckungsreise auf dem Museumshof
Diese Gruppe hat sich mit der Landwirtschaft beschäftigt: Chiara Capogrosso, Sr. Marie Rodenbeck, Sr. Enne Hauptmeier, Shoana Jablonski, Sr. Waltraud Stahr, Lara Hinze, Fr. Lina Koch, Sophie Wallmann, Klemens Kunz
Wie hat man eigentlich früher ohne Handy und Heizung gelebt? Die vierzehn Konfirmanden der Altstadtgemeinde und (ebenso viele) Bewohnerinnen und Bewohner von Haus Morgenstern und dem Wilhelmshof haben gemeinsam den Museumshof besucht und dort einiges über das Leben früherer Generationen gelernt.
Dr. Hanna Dose hatte dazu eigens für die Konfirmanden eine kleine Ausstellung vorbereitet.Bei einem Quiz traten altersgemischte Teams gegeneinander an, um Gebrauchsgegenstände zu erraten. Etwas ratlos schauten die Jugendlichen auf einen Besenstiel mit einem Kantholz. Doch die Diakonissen aus Haus Morgenstern konnten schnell erklären, dass es sich dabei um einen Flegel handelte. Dass man freche Menschen als Flegel bezeichnet, wussten die Konfis allerdings auch. Die Konfirmanden erfuhren, wie man die Spreu vom Weizen trennt und wofür ein Joch benutzt wird. Museumshof.
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Gelungener Abschluss einer Ausstellung |
Von Sandra C. Siegemind (22.06.2010)
Orgelmusik und Lesungen begeisterten Publikum
Ein farbenfrohes musikalisches und literarisches Programm bot die Finissage der Ausstellung „durch blicke“ des Kunstateliers des Wittekindshofes in der Bad Oeynhausener Auferstehungskirche. Harald Sieger, Kantor an der Auferstehungskirche, und Burkhard Hedtmann, Autor aus Minden und zugleich Lehrer am Wittekindshof, gestalteten eine kurzweilige Stunde voller überraschender Einblicke, denen die zahlreichen Zuhörer aufmerksam lauschten.
Bereits das erste Musikstück, eine „Fantasie für Orgel“ des romantischen Komponisten Richard Julius Voigtmann über den Choral „Nun danket alle Gott“, bot Anklänge an den Ausstellungstitel - die Choralmelodie blickte immer wieder durch die stimmungsvollen Motive durch. Weitere klangliche Facetten der Königin der Instrumente bot ein Trio über den Choral „Allein Gott in der Höh' sei Ehr“ aus der Orgelmesse von Johann Sebastian Bach, bei dem Harald Sieger wieder einmal seine Fingerfertigkeit unter Beweis stellte.
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Geschichten von starken Frauen |
Von Monika Stockhausen (19.06.2010)
Frauenhilfe der Altstadt-Gemeinde feierte 100-jähriges Bestehen
Vorbereitungstam und Gäste: Von links: Heidi Klocke, Pfarrerin Antje Eltzner-Silaschi, Erika Brinkmann, Christel Siegemund Gudrun Bremme, Margret Schlemme Hinten: Pfarrerin Katja Jochum, Superintendent Andreas Huneke
Mit einem umfangreichen Festprogramm haben die Mitglieder der Evangelischen Frauenhilfe der Altstadt-Gemeinde das 100jährige Bestehen des kirchlichen Vereins begangen. Zu der Feier im großen Saal des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses waren auch Mitglieder der Frauenhilfen aus den benachbarten Gemeinden Rehme, Oberbecksen, Dehme, Lohe, Wichern und Löhne-Gohfeld gekommen.
Den Anfang machten die Jüngsten: eine Gruppe von jungen Trompetenspielerinnen der 2. und dritten Grundschulklasse der Altstadt-Grundschule unter Leitung von Kantor Harald Sieger erfreute mit drei Stücken, bevor Erika Brinkmann für den Nachmittagskreis und Pfarrerin Antje Eltzner-Silaschi als Leiterin des Abendkreises die Gäste begrüßen konnten. Unter ihnen waren auch Superintendent Andreas Huneke und Pfarrer Lars Kunkel, die die guten Wünsche des Kirchenkreises Vlotho und des Presbyteriums der Altstadt-Gemeinde überbrachten.
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Musikalisch-literarischer Schlussakkord |
Von Hartmut Birkelbach (14.06.2010)
Burkhard Hedtmann und Harald Sieger beschließen Ausstellungsprojekt Das vielbeachtete große Ausstellungsprojekt „durch blicke“, das fast 100 Arbeiten aus dem Kunstatelier des Wittekindhofes in der Auferstehungskirche Bad Oeynhausen präsentiert, endet am kommenden Sonntag, dem 20. Juni, mit einer musikalisch-literarischen „Finissage“.
Um 17.00 Uhr werden in der Auferstehungskirche am Kurpark der örtliche Kantor Harald Sieger an der Orgel und der Mindener Autor und Rezitator Burkhard Hedtmann mit eigenen Texten zu hören sein. Burkhard Hedtmann, der an der Fachschule für Sozialpädagogik des Wittekindshofes unterrichtet, ist nach seinem Germanistik-Studium mit unterschiedlichsten Kleinkunstprojekten an die Öffentlichkeit getreten. Weit über die Grenzen Mindens hinaus wurde er vor allem durch die Eröffnung des „Kleinen Burk-Theaters“ im Wohnzimmer seines Hauses in Minden-Kutenhausen bekannt.
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Von Lars Kunkel (14.06.2010)
„Ihr seid nicht mehr Gäste oder Fremde, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen“, heißt es im Epheserbrief. Doch viele Menschen fühlen sich trotzdem eher fremd in der Kirche, und dafür können sie meist gut Gründe nennen. Nehmen wir einmal als Beispiel die Gottesdienste. Die Melodien vieler alter Lieder erschließt sich nicht auf Anhieb den Menschen, die sonst lieber Popmusik hören. Und auch die Predigtsprache hat es in sich. Nicht nur Konfirmanden haben manchmal Probleme, wenn sie die Gedanken der Predigt mit eigenen Worten wiedergeben sollen oder sich in einer Liturgie zu Recht finden sollen, deren Sprache eine Fremdsprache ist oder wie eine solche wirkt. „Kyrie eleison“ ist griechisch. Und wenn es in der Liturgie z.B. heißt „darum dass nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schaden“, verstehen das längst nicht mehr alle auf Anhieb.
Gottesdienste sind alles andere als „selbst verständlich“. Natürlich gibt es viele Menschen, die sich in der Liturgie, der Musik und der Sprachen ganz geborgen und zu Hause fühlen. Doch das ist der kleinere Teil. Schon allein, weil wir alle so verschieden sind, fühlen wir uns mal mehr und mal weniger Zuhause. Eine Familie mit Kindern freut sich über einen Gottesdienst mit Anspiel und Bewegungsliedern, ein anderer wäre an diesem Tag lieber zu Hause geblieben und sagt: „Das ist einfach nicht meine Welt“. Genau so geht es der Familie an vielen anderen Sonntagen.
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Zufall oder Fügung? – Ein Plädoyer für ein bewusstes Leben |
Von Anja Brandt (14.06.2010)
Literaturgottesdienst in der Auferstehungskirche gibt Denkanstöße über den Sinn des Lebens Ist das Leben Zufall oder Fügung? Dieser umfassenden Frage ging der 14. Literaturgottesdienst der Altstadtgemeinde nach. Neun ehrenamtliche Mitarbeiter um Pfarrer Lars Kunkel luden zu einem intensiven Gedankenaustausch über die Frage nach dem Sinn im Leben, nach dem Grund im Auf und Ab des so oft von Beschwerlichkeiten bestimmten Schicksalswegs.
„Ein eindrucksvolleres Geburtstagsgeschenk hätte man mir nicht machen können“, sagte Kurt Bieck. Das „Geburtstagskind“ war zum ersten Mal beim Literaturgottesdienst dabei. In der Klinik am Rosengarten hatte er die Ankündigung gesehen und sich auf den Weg in die Altstadtkirche gemacht – Zufall oder Fügung?
Das Lebensbuch „Die Brücke von San Luis Rey“ von Thornton Wilder stand im Zentrum des gut besuchten Literaturgottesdienstes der Altstadtgemeinde am Samstag. „Viel haben wir bei der Vorbereitung zu diesem Gottesdienst über diese Frage nachgedacht, sie diskutiert und unterschiedlich beantwortet“, sagte Pfarrer Lars Kunkel zu Beginn. Im Wechsel las das Literaturgottesdienstteam Passagen aus dem Buch vor. Begleitet wurde die Lesung vom „Hanika-Gitarren-Duo“. Klaus Walder, Musiklehrer an der städtischen Musikschule Bad Oeynhausen und sein Schüler Thomas Gassen präsentierten leise und beschwingte Lieder aus dem spanischen und südamerikanischen Raum, harmonisch abgestimmt auf die Inhalte der Texte.
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Von Lars Kunkel (14.06.2010)
Predigt zum Literaturgottesdienst "Die Brücke von San Luis Rey"
Zufall oder Fügung? Seit Urzeiten beschäftigen sich Menschen mit der Frage, wie die Zukunft aussieht und ob das ganze Leben einen inneren Zusammenhang hat.Diese Frage beschäftigt uns alle, weil wir Angst davor haben, einfach nur in diese Welt geworfen zu sein. Wir möchten wissen, was auf uns zukommt und warum. Und wir möchten auch unsere Vergangenheit verstehen und so einen Sinn in unserem Leben entdecken.
Gibt es eine Fügung? Wird unser Leben von einer höheren Macht gelenkt? Dann ist die Frage, ob Gott einen langfristigen Plan für unser Leben hat. Oder fügt Gott unsere Zukunft abhängig davon, wie wir uns verhalten? Werden wir von Gott vielleicht sogar bestraft, wenn wir etwas Schlechtes tun und belohnt, wenn wir Gutes getan haben?
Manchmal fällt es uns leichter, ein Unglück als eine Reaktion auf unser Leben zu verstehen, als es für einen bloßen Zufall zu halten. Menschen hilft es daher manchmal, zum Beispiel eine Krankheit als eine Fügung Gottes zu verstehen. Durch Wut oder Trauer können sie dann ihr Schicksal verarbeiten. Sie haben ein Gegenüber, mit dem sie sich auseinandersetzen können. Der Zufall hingegen macht uns sprichwörtlich fassungslos. Wir können nicht fassen, was passiert.
Aber auch in der Rückschau auf unser Leben stellen wir immer wieder fest, dass sich einiges gefügt hat. Viele Menschen behaupten, dass in ihrem Leben einiges Fügung war. Dass die Mosaiksteine in ihrem Leben doch manchmal sehr gut zusammenpassen und einer darauf achtet, dass trotz manchen Unglückes das Leben nicht ganz aus den Fugen gerät. Wer im Rückblick auf sein Leben einen roten Faden erkennen kann, hat es gut, denn er entwickelt Vertrauen in die Zukunft und hat die Hoffnung, dass sein Leben auch in Zukunft zu etwas Gutem geführt wird, trotz aller Einwände gegen eine Lenkung unseres Lebens.
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Von Petra Henning (10.06.2010)
Predigt über 1. Joh 4, 16-21 Liebe ist das Gebot (a a a g f d’) – so klang es sofort in meinen Ohren, als ich den Predigttext für den heutigen Sonntag gelesen habe. Mit diesen Worten beginnt der Schlusschor des Poporatoriums „die 10 Gebote“, bei dem ich im Januar diesen Jahres in der Dortmunder Westfalenhalle mitgesungen habe. Dieses gemeinsame Singen mit über 2500 Sängerinnen und Sängern war für mich nicht nur ein musikalisches Highlight, sondern auch ein Gemeinschaftserlebnis der besonderen Art.
Ganz besonders aber war und bin ich fasziniert davon, wie Dieter Falk und Michael Kunze es geschafft haben, die 10 Gebote derart stimmig mit dem Liebesgebot zu verbinden. Moses und seine Frau Ziporah singen zum Schluss: „Wir brauchen nur Liebe. Alles was wir sehen, vergeht, wir sind nur Staub, vom Wind getrieben. Doch: Liebe ist in unser Herz geschrieben.“ Liebe als 11. Gebot – wir wunderbar! Und wie schlüssig und nahe liegend!
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Literaturgottesdienst über Zufall und Fügung |
Von Lars Kunkel (08.06.2010)
Wird unser Leben durch Zufall
oder Fügung bestimmt? Um diese grundlegende Frage geht es beim nächsten
Literaturgottesdienst in der Reihe Lebensbücher am 12. Juni um 19 Uhr in der
Auferstehungskirche am Kurpark. Im Mittelpunkt des 14. Literaturgottesdienstes steht
der Roman „Die Brücke von San Luis Rey" von Thornton Wilder, der ihm 1928
seinen ersten Pulitzer-Preis einbrachte. Wilder thematisierte darin die
spannende Frage, ob es in unserem Leben einen inneren Zusammenhang gibt.
Der Franziskanermönch Juniper
wagt ein Experiment. Er untersucht nach dem Absturz einer Brücke die
Lebensläufe der fünf Todesopfer. Mit wissenschaftlicher Präzision sucht er nach
Gemeinsamkeiten im Leben der fünf unterschiedlichen Personen, die ihren
zeitgleichen Tod erklären könnten. Haben die Menschen den Tod verdient? War ihr
Leben kurz vor dem Unglücksfall an ein Ziel gekommen? Die alles andere als
vordergründige Antwort Wilders auf die Frage nach der Bestimmung unseres Lebens
überrascht und zeigt erstaunliche Verbindungen zur Bibel.
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Roland Nachtigäller: Durch Kunst das Andere entdecken |
Von Anke Marholdt (05.06.2010)
Wittekindshofer Kunstausstellung in der Bad Oeynhausener Auferstehungskirche
Für Uwe Jauch, der im Wittekindshofer Kunstatelier malt und seinen Arbeitsplatz hat, war es eine besondere Ehre mit Roland Nachtigäller, dem Künstlerischen Direktor des MARTa Her-ford über seine Kunstwerke zu sprechen.
"Kunst ist immer Begegnung mit dem Anderen, dem Anderen in mir oder dem Anderen außerhalb von mir", erklärte Roland Nachtigäller, Künstlerischer Direktor des MARTa Herford anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „durch blicke" in der Bad Oeynhausener Auferstehungskirche. „Kunst ist nicht immer schön und soll nicht immer schön sein", betonte Roland Nachtigäller. Er verwies darauf, dass Kunst eine Sprache für das sei, was man nicht mit Worten sagen könne, weil bekanntlich nicht alles in Worte gefasst werden könne, was der Mensch in sich trägt oder erlebt. Ausdrücklich betonte der künstlerische Direktor des MARTa, das dies für Kunst gelte, unabhängig davon, ob sie in einem therapeutischen Zusammenhang, bei der Berufsausübung oder in der Freizeit entstanden sei. Beeindruckt von den 97 Kunstwerken aus dem Wittekindshofer Kunstatelier und der Kunsttherapie forderte er dazu auf, Kategorisierungen zu unterlassen. Entscheidend sei nicht, ob ein Werk von einem Künstler mit oder ohne Behinderung stamme, sondern die Aussagekraft des Werkes durch Farben, Formen und die Gesamtkomposition.
Der Wittekindshofer Vorstandssprecher Pfarrer Professor Dr. Dierk Starnitzke hatte zuvor in der Predigt des Festgottesdienstes darauf hingewiesen, dass jeder Beobachter von Kunstwerken auf eigene Weise kreativ und inspiriert sei und seine Deutung und Sicht in die Werke interpretiere. Ein ähnlicher Prozess geschehe auch durch den Künstler. Bezogen auf die in der Auferstehungskirche unter dem Titel „durch blicke" ausgestellten Kunstwerke, auf denen häufig Menschen zu sehen seien, erklärte der Wittekindshofer Vorstandssprecher: „Unter dem aufmerksamen und lieben Blick des Künstlers verwandeln sich die gemalten Menschen. Sie werden in einen größeren Kontext gestellt. Der Künstler, die Künstlerin durchschauen, „durch-blicken", das vordergründige Gesicht des Menschen. Sie ordnen ihn ein in einen größeren Zusammenhang, arbeiten Facetten heraus, die der oberflächliche Betrachter nicht sehen kann, betrachten ihn in der Tiefe." Dadurch könne beim Betrachter der Kunstwerke der Blick für eine andere Welt geöffnet werden und die Schönheit der Menschen sichtbar werden, die die Werke geschaffen haben. „Wir verstehen, dass sie Künstler sind mit reichen Begabungen, manche unscheinbar und unbekannt, andere schon preisgekrönt auf großen Ausstellungen und Wettbewerben", so der Wittekindshofer Vorstandssprecher.
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Von Online Redaktion (30.05.2010)
„Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht …“, dieses Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch bezieht sich auf das Rosenwunder der Elisabeth von Thüringen. Die Geschichte der jungen Prinzessin, die lieber für die Armen da sein wollte, als sich um die Anforderungen an eine adelige Dame zu kümmern, spielten die Kinder vom Kindergarten Altstadtspatzen den Gottesdienstbesuchern anschaulich und lebendig vor.
Die Kinder des Kindergarten Altstadtspatzen waren ganz begeistert von Elisabeth, die ein Herz für Arme Menschen hatte. In einem Korb möchte sie Brot an Bedürftige verteilen. Doch ihre Umwelt hat dafür kein Verständnis. Als sie erwischt wird und ihren Korb aufdecken muss, hat sich das Brot in Rosen verwandelt.
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Von Lars Kunkel (30.05.2010)
Predigt zum Ökumenischen Gottesdienst Pfingstmontag Zeitgeist! Schon bei dem Wort schrecken viele auf. Zeitgeist, das scheint nichts Gutes zu sein. Egoismus, Habgier, Erlebnisgesellschaft, Oberflächlichkeit, Finanzkrise - das alles ist der Zeitgeist. Dass Jugendliche und junge Erwachsene sich lieber im Internet als in den kirchlichen Jugendkellern treffen, ist der Zeitgeist. Dass Menschen sich nicht mehr gern festlegen und immer weniger an das Allgemeinwohl denken, ist der Zeitgeist. Auch und gerade im kirchlichen Denken ist der Zeitgeist - wie mir scheint - ein Sammelbegriff für alle Ausdrucksformen des gesellschaftlichen Lebens, die irgendwie weniger moralisch, nützlich und wertvoll sind. Ist der Zeitgeist ein Ungeist?
Auf diese Frage scheint es ja hinauszulaufen, wenn man den Zeitgeist geißelt, ein beliebtes Thema nicht nur in kirchlichen Kreisen, sondern auch in anderen Runden, in denen Menschen sich durchaus ernsthafte Gedanken um die Welt, unsere Stadt, unsere Kirche und die Zukunft der Menschen machen.
Wie schnell redet man sich da in Rage über den Zeitgeist, unter dem wir ja auch wirklich leiden, und vergisst dabei, dass jeder und jede einzelne von uns dem Zeitgeist unterworfen ist. Es gibt nicht uns, die Guten, und die anderen, die Schlechten, oder doch? Im Korintherbrief heißt es ja recht vollmundig: „Der geistliche Mensch aber beurteilt alles und wird doch selber von niemandem beurteilt.“ Das klingt natürlich schon nach Überlegenheit. Ich würde jetzt aber gern wissen:
Sind wir sicher, geistliche Menschen zu sein, die andere beurteilen dürfen? Können wir für uns überhaupt in Anspruch nehmen, durch und durch geistliche Menschen zu sein? Ich muss gestehen, dass ich hier persönlich Zweifel habe
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